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Deutsche Bank reagiert auf foodwatch Kritik

20.03.2012

Die Deutsche Bank hat angekündigt, in diesem Jahr „keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf der Basis von Grundnahrungsmitteln“ aufzulegen. Damit reagiert die Bank auf die foodwatch-Kritik an der Spekulation mit Agrar-Rohstoffen, die Preise steigen lässt und Menschen in den Hunger treibt. Die Ankündigung ist aber alles andere als eine Abkehr vom folgenschweren Geschäft mit hochspekulativen Wetten auf Nahrungsmittelpreise.

In ihrem Bericht zur „gesellschaftlichen Verantwortung" kündigt die Deutsche Bank an, im laufenden Jahr keine neuen, an der Börse gehandelten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln aufzulegen. Damit würde die Deutsche Bank „besonders sorgsam agieren“, heißt es in dem Bericht. Tatsächlich bedeutet die Formulierung „keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln“ aber im Umkehrschluss: Die bestehenden Produkte werden fortgeführt und verschärfen weiterhin die Hungerkrise in der Welt. Gleichzeitig lässt die Deutsche Bank offen, ob sie bestehende Fonds aufstocken oder neue spekulative Rohstoff-Fonds auflegen wird, die außerhalb der Börsen gehandelt werden. Die Ankündigung ist offenbar eine reine PR-Wolke für Hochglanzbroschüren.

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Josef Ackermann: „Wir werden Konsequenzen ziehen“

foodwatch hatte im Oktober 2011 in dem Report „Die Hungermacher“ nachgewiesen, dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln die Preise in die Höhe und Menschen in den Hunger treibt. Daraufhin kündigte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an, Konsequenzen zu ziehen – in einem persönlichen Brief schrieb er an foodwatch: „Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen.“ Weiter hieß es: „Sollten sich ausreichende Belege dafür finden, dass diesbezügliche Aktivitäten der Bank die von Ihnen beschriebenen Auswirkungen haben könnten, werden wir die entsprechenden Konsequenzen ziehen.“ Bis Ende Januar wollte die Deutsche Bank ursprünglich über den Ausstieg entscheiden. Im Januar hieß es dann jedoch, nun solle zunächst „eine umfassende Studie“ zum Thema erarbeitet werden.

foodwatch fordert vollständigen Ausstieg aus Nahrungsmittel-Zockerei

Im aktuellen CSR-Report spielt die Deutsche Bank den Einfluss der spekulativen Geschäfte auf die Nahrungsmittelpreise wieder herunter und kündigt eigene Analysen an, die laut Reuters noch in diesem Jahr veröffentlicht werden sollen. Doch während die Deutsche Bank Ankündigungen macht, die gut klingen, aber wenig ändern, steigen auch durch ihre Geschäfte die Preise für Nahrungsmittel. Zeigen Sie der Deutschen Bank, dass sie mit Wortblasen nicht durch kommt – unterzeichnen Sie unsere Aktion an Deutsche-Bank-Chef Ackermann und fordern Sie ein Ende der Nahrungsmittel-Spekulation: www.haende-weg-vom-acker-mann.de