Umfrage: Unternehmer sehen TTIP-Abkommen skeptisch

10.03.2016

Der deutsche Mittelstand sieht das geplante TTIP-Freihandelsabkommen sehr skeptisch. Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland erwarten mehrheitlich negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und den Mittelstand. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Schöpflin Stiftung.

Das Forschungsinstitut Prognos hatte im Auftrag des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft und der Schöpflin Stiftung 800 mittelständische Unternehmen zu TTIP befragt – mit klarem Ergebnis: Demnach erwarten 62 Prozent der befragten Firmen „eher negative“ oder „sehr negative“ Auswirkungen auf den Mittelstand durch das geplante Abkommen. Der deutsche Mittelstand erhofft sich zudem kaum Vorteile für das eigene Geschäft: 66 Prozent etwa glauben nicht, dass sich die Erschließung ausländischer Absatzmärkte durch ein transatlantisches Abkommen vereinfachen würde. Nur 16 Prozent erachten Investor-Staat-Schiedsverfahren als ein wichtiges Instrument für ihr Unternehmen.

TTIP dient nur wenigen Großkonzernen

foodwatch fordert, das geplante Abkommen zu stoppen. TTIP dient nur den Interessen von großen Konzernen – ein solches Abkommen brauchen wir nicht! Zunächst warben Regierung und Konzernlobbyisten mit übertriebenen und geschönten Wachstums- und Beschäftigungsversprechen. Dann trompetete der Bundesverband der Deutschen Industrie, die deutsche Wirtschaft brauche TTIP, denn das Abkommen biete „große Chancen“ für den Mittelstand. Die heute veröffentlichte Umfrage zeigt jedoch deutlich: Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland erwarten mehrheitlich negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und den Mittelstand. Positive Effekte sehen mittelständische Firmen vor allem für große Unternehmen.

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