foodwatch fordert klare Kennzeichnung von Gen-Honig

07.03.2014

Am 19. März stimmt der Umweltausschuss im Europäischen Parlament über einen Vorschlag der EU-Kommission ab, dass Pollen im Honig als „natürlicher Bestandteil“ von Honig definiert werden soll. Was harmlos klingt hätte zur Folge, dass Honig, der gentechnisch veränderte Pollen enthält, nicht als „gentechnisch verändert“ gekennzeichnet werden müsste. foodwatch fordert die Parlamentarier auf, den Vorschlag abzulehnen. Verbraucher haben ein Recht zu erfahren, ob Honig gentechnisch veränderte Pollen enthält oder nicht.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat bereits vor Jahren dafür gesorgt, dass Honig mit gentechnisch veränderten Pollen entsprechend gekennzeichnet werden muss. Mit dieser überfälligen Entscheidung setzte das Gericht endlich das Recht der Verbraucher und Verbraucherinnen Europas auf Wahlfreiheit und informierte Kaufentscheidungen für oder gegen Honig durch, der gentechnisch veränderte Pollen enthält. Die EU-Kommission versucht nun aber, dies rückgängig zu machen. Das würde bedeuten: Im Supermarkt können Verbraucher nicht mehr zwischen Honig mit und ohne Gentechnik unterscheiden.

EU-Kommission will Kennzeichnung von Gen-Honig aufheben

Die EU-Kommission will, dass die vom EuGH eingeführte Kennzeichnung wieder abgeschafft wird. Pollen sollen in Zukunft nicht mehr als „Zutat“, sondern als „natürlicher Bestandteil“ von Honig definiert werden, auch wenn sie gentechnisch verändert sind. Die Folge: Honig mit Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen müsste fortan nicht mehr gekennzeichnet werden. Verbraucher würden im Supermarkt also wieder einmal zum nichtwissenden Unterstützer von Gentechnik.

foodwatch-Protestaktion für klare Gentechnik-Kennzeichnung

Am 19. März stimmt der Umweltausschuss des Europaparlaments endgültig über den Vorschlag der EU-Kommission ab. foodwatch hat einen Brief an die Abgeordneten des Ausschusses formuliert, in dem foodwatch dazu aufruft, gegen den Vorschlag zu stimmen. Die Wahlfreiheit der Verbraucher und Verbraucherinnen darf dem Trick der EU-Kommission nicht zum Opfer fallen. Es darf nicht sein, dass es der EU-Kommission gelingt, die Mehrheit des Parlaments dazu zu bringen, über die Köpfe der Bürger hinweg ein höchstrichterliches, verbraucherfreundliches Urteil  auszuhebeln.

Unter www.foodwatch.de/aktion-genhonig hat foodwatch eine Protestaktion an die Mitglieder des Umweltausschusses im EU-Parlament gestartet, über die jeder die Forderung nach einer klaren Kennzeichnung von Gentechnik in Honig unterstützen kann.

 
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