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So viel Klima kostet unser Essen

Das ist das Problem

Die Landwirtschaft in Deutschland verursacht annähernd soviel klimaschädliche Gase wie der Straßenverkehr, nämlich 13 Prozent der Treibhausgase insgesamt. Sowohl konventionelle als auch ökologische Landwirtschaft tragen dabei erheblich zum Treibhauseffekt bei. Der klimaschädliche Konsum von Fleisch, insbesondere Rindfleisch, und Tierprodukten ist zu hoch; für die Landwirte fehlen Anreize, möglichst klimafreundlich zu arbeiten. Die Politik ignoriert das Problem: Sie nimmt die Landwirtschaft von der Klimapolitik aus, macht keine klaren Einsparvorgaben.

Das ist der Stand

Die Landwirtschaft bietet enorme Möglichkeiten für den Klimaschutz: Der Ausstoß an Treibhausgasen könnte um 60 Prozent gesenkt werden, das wären 80 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Die einfachste Maßnahme wäre der Stopp der Nutzung von Moorböden. Schon allein dadurch ließen sich 30 Prozent der Treibhausgase einsparen. Weitere 20 Prozent würde die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bringen. Um den Treibhausgas-Ausstoß aber langfristig um insgesamt 60 bis 80 Prozent zu senken, müsste die Produktion von Fleisch und Milch gesenkt werden, denn vor allem die Rinderhaltung ist sehr klimaschädlich.

Das fordert foodwatch

Um die enormen Einsparmöglichkeiten in der Landwirtschaft zu nutzen, reicht es nicht, wenn jeder persönlich Konsequenzen zieht und weniger Fleisch und Milchprodukte isst. Die Politiker sind aufgefordert, die Regeln zu ändern: Die Agrarpolitik muss Teil der Klimapolitik werden – verbunden mit konkreten Einsparvorgaben. Moore dürfen nicht länger zur landwirtschaftlichen Nutzung trockengelegt werden. Um Anreize zu schaffen, möglichst klimafreundlich zu produzieren, muss das Verursacherprinzip gelten: Umweltkosten müssen dort anfallen, wo sie entstehen. Das würde umweltfreundlich erzeugte Produkte günstiger machen als solche, deren Produktion hohe Umweltschäden verursacht.

Zuletzt geändert am 25.08.2008