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Brötchenlüge: McDonald's zahlt Bußgeld an foodwatch

31.05.2005

McDonald's hatte in der Werbung Brötchen ohne chemische Zusatzstoffe versprochen. Das war gelogen: foodwatch wies nach, dass Emulgatoren verwendet werden. Der Konzern musste eine millionenschwere Werbekampagne stoppen und 10.000 Euro Strafe an foodwatch zahlen.

Im Herbst 2003 hatte foodwatch den Fast-Food-Riesen der Reinheitslüge überführt. McDonald's hatte damit geworben, dass seine Burger-Brötchen „aus nichts anderem als Weizen, Hefe, Wasser und einer Spur von Salz und Zucker“ hergestellt würden. foodwatch wies nach, dass unter anderem die Emulgatoren E471und E472e verwendet werden; chemische Zusätze, die der Konkurrent Burger King übrigens auf seinen Internetseiten als Hinweis für Allergiker veröffentlicht. McDonald's musste auf Grund der Initiative von foodwatch die millionenschwere Werbekampagne stoppen und erhielt mim einen Bußgeldbescheid der zuständigen Überwachungsbehörde.

Gelogen: „natürliche Backhilfsstoffe“

Wenn schon nicht „rein“ so doch zumindest „natürlich“ muss sich das McDonald's Management gedacht haben. Denn fortan warb das Unternehmen damit, dass die Brötchen mit „natürlichen Backhilfsstoffen“ gebacken würden. Die werbliche Verwendung des Begriffes „natürlich“ ist in Zusammenhang mit den genannten Emulgatoren nach dem Lebensmittelgesetz verboten. Deshalb forderte foodwatch McDonald's auf, diese Behauptung in Zukunft zu unterlassen und errang einen juristischen Sieg: Am 31. März 2005 unterschrieb das Unternehmen eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtung.

McDonald's zahlt Vertragsstrafe

foodwatch entdeckte jedoch, dass die Burger-Kette dieser nicht vollständig nachkam und in anderen Publikationen weiterhin mit „natürlichen“ Backhilfsstoffen warb. Die Folge: McDonald’s Deutschland zahlte nun an foodwatch eine Vertragsstrafe von 10.000 Euro. Um einer von foodwatch angedrohten Strafanzeige zu entgehen, erstattete das Unternehmen außerdem Selbstanzeige. Schließlich hatte der Konzern über ein Jahr seine Kunden mit dieser Brötchenlüge getäuscht.

Keine Informationen auf der Internetseite

Zwar erhalten Verbraucher neuerdings bei Anfragen an die E-Mail-Adresse info@mcdonalds.de ohne Umstände eine Liste aller verwendeten Zusatzstoffe. Doch weigert sich der Konzern trotz Nachfrage weiterhin, diese auf seiner Homepage zu veröffentlichen. Grund sei, dass die in der Liste enthaltenen Informationen „zu detailliert und umfangreich“ seien. McDonald's Amerika veröffentlicht die Liste aller Inhaltsstoffe hingegen im Internet – trotz ihrer Länge.

 


abgespeist.de - die foodwatch-Kampagne gegen Etikettenschwindel und Werbelügen