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abgespeist.de – Legale Täuschung im Supermarkt

Abgespeist Kampagne Collage

Es ist leider nicht die Ausnahme, sondern die Regel: Kunden werden im Supermarkt getäuscht – und das meist ganz legal. Auf abgespeist.de stellt foodwatch viele Beispiele für die alltägliche Irreführung vor. Eine Online-Mogelliste, Etikettenschwindel von Actimel bis Zott.

 

Handwerklich-traditionell hergestellt, ausschließlich im Schwarzwald, ohne künstliche Geschmacksverstärker, ganz natürlich und mit Zusatznutzen für die Gesundheit. Etiketten und Werbespots versprechen das Blaue vom Himmel – je toller das klingt, umso misstrauischer sollten Verbraucher sein. Die Produkte, die foodwatch als Etikettenschwindel entlarvt, zeigen exemplarisch die typischen Tricks und Täuschungsmuster auf.

Alle Produkte und Protest-Aktionen auf unserem Portal:


  • 25.11.2012

    Bilanz abgespeist.de: Gut ein Drittel der Unternehmen reagiert auf Kritik

    Fotostrecke (10 Bilder)
    • Insgesamt 37 Produkte hat foodwatch auf abgespeist.de als Beispiele für legale Verbrauchertäuschung vorgestellt und Protest-Aktionen dazu gestartet. Bei 15 Produkten änderte sich Rezeptur oder Werbung – oder die Produkte verschwanden vom Markt.
    • Aktuellstes Beispiel ist Hipp. Im Sommer erhielt das Unternehmen den „Goldenen Windbeutel“ für die dreisteste Werbelüge des Jahres 2012. Im Herbst kündigte Hipp an, den kritisierten Zucker-Granulat-Tee für Kleinkinder vom Markt zu nehmen.
    • In der „Puten Cervelatwurst“ von Gutfried schmückte sich ein Schwein mit fremden Federn: Knapp zur Hälfte bestand die Putenwurst aus Schweinefleisch. Etwa 10.000 Verbraucherbeschwerden später ist kein Schweinefleisch mehr enthalten.
    • Die Rezeptur des „Gourmetproduktes“ ähnelte der einer Standard-Pulversuppe, mit einem „Fond“ aus Salzwasser, Hefeextrakt und Aromen in der Dose. Nach mehr als 4.000 Beschwerde-E-Mails steckt in der Dose nach Angaben des Herstellers ein klassischer Fond.
    • Bongrain bewarb den „Saint Albray Klosterkäse“ mit dem Hinweis auf die angeblich „essbare Rinde“ – obwohl diese das Anti-Pilzmittel Natamycin (E235) enthält. Mehr als 14.000 Verbraucherbeschwerden später rät der Hersteller nun vom Verzehr der Rinde ab.
    • „Ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker“ hieß es auf der Maggi Natur Pur Gemüsesuppe Bio von Nestlé, drin steckte Hefeextrakt – das unter anderem Glutamat enthält. Nach mehr als 4.000 Verbraucherbeschwerden stellte Nestlé die Produktion der Tütensuppen ein.
    • Das Wellness-Teegetränk „Der Gelbe Zitrone-Physalis“ enthielt wenig Gelben Tee und keine Spur Physalis dafür umso mehr Zucker, so die Kritik von foodwatch. Geändert hat sich daran wenig. Eine winzige Alibi-Dosis Physalis macht daraus noch kein ehrliches Produkt.
    • „Natürliche Zutaten“ verspricht Teekanne für „Landlust Mirabelle & Birne“. Dabei enthalten die Teebeutel nur billigen Standard-Früchtetee und „natürliches Aroma“, nicht aber die namensgebende Mirabelle. Mehr als 13.000 Verbraucherbeschwerden blieben ohne Erfolg.
    • Die Lebensmittel-Industrie reagiert auf die massive öffentliche Kritik und gründet den Verein „Die Lebensmittelwirtschaft“. Sie setzt vor allem auf eine bessere Kommunikation – als müsste man den Verbraucher die tägliche Täuschung nur besser erklären.
    • Auch die Politik reagiert auf die immer lauter werdende Kritik: Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner startet die 975.000 Euro schwere Initiative „Klarheit und Wahrheit“. Doch die angekündigten gesetzgeberischen Maßnahmen stehen weiter aus. <link 357>Jetzt protestieren»</link>
Zuletzt geändert am 14.03.2013