Außen Premium, innen Aromen

Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen von Kühne

  • Gurke aus Leidenschaft 04.05.2011 | „Erlesene Kräuter“, „Liebe“ und „Leidenschaft“ sind laut Etikett des Schlemmertöpfchens „Geschmacksgeheimnis“. Kühne rühmt sich zudem mit „besten, kontrollierten Rohwaren“. Aroma steckt trotzdem drin. Laut Kühne unvermeidlich, da die Gewährleistung hoher Qualitäts- und Geschmacksstandards sonst nicht möglich sei. Ist das nun ein Armutszeugnis oder nur eine ziemlich armselige Ausrede? Dass sich Gewürzgurken auch ohne Aromen herstellen lassen, beweisen zahlreiche Bio-Produkte. Die sind oft sogar günstiger als Kühnes „Schlemmertöpfchen“.

  • Die saure Gurken-Illusion 04.05.2011 | Gewürzgurken sind ein einfaches Produkt, das Menschen seit Jahrhunderten herstellen. Viel braucht es eigentlich nicht: Gurken, Gewürze, Essigaufguss, fertig. Doch während Hersteller wie Kühne gern mit dem Image des einfachen Traditionsproduktes aus „besten natürlichen Zutaten“ hausieren gehen, haben die Lebensmitteltechnologen längst Hand an die gute alte Gewürzgurke gelegt: In den meisten Gurkenkonserven stecken inzwischen Aromen. Soviel also zu besten natürlichen Zutaten.

  • Naturbedingt absurde Ausreden 04.05.2011 | Ein „Premiumprodukt“ aus „besten natürlichen Zutaten“ sei das Schlemmertöpfchen, so Kühne. Warum der umsorgte Schatz trotzdem Aromen statt einfach nur Gewürze enthält? Aromen haben vor allem einen Vorteil: sie sparen Kosten. Das würde Kühne natürlich nie zugeben und hat darum folgende Erklärung parat: „Naturbedingte Sachzwänge.“ Zur Gurkenreife stünden angeblich oft nicht genug Kräuter zur Verfügung. Liebe Firma Kühne, wenn das so ist, dann sollte man aber auch keine „Premium“-Werbung mit „besten natürlichen Zutaten“ machen.

  • Der Preis ist heiß 04.05.2011 | „Kühne Schlemmertöpfchen – hier kommt nur beste Qualität ins Glas!“ heißt es auf Kühnes Website. Die „feinen Gürkchen“ aus „besten natürlichen Zutaten“ mit den „erlesenen Kräutern“ haben auch ihren Preis. Sie kosten etwa doppelt so viel wie viele andere Gewürzgurken, sind sogar deutlich teurer als zahlreiche Kühne-Produkte. Was bekommt man für den satten Aufpreis? Zugesetzte Aromen – wie in fast allen Kühne-Gurken. Nur mit aufwändigerem Etikett. Tja, so ein schönes Etikett und so ein ausgefuchstes Marketing gibt’s eben nicht umsonst!

  • Eine Gurke kommt selten allein 04.05.2011 | Die Aromatisierung macht nicht bei den Gurken halt. Egal ob Gemüsekonserven, Senf oder Leberwurst. Schon längst sind viele vertraute, einfache Produkte mit den hochgradig verarbeiteten Geschmacksstoffen versehen, werden uns aber gleichzeitig als Traditions- oder „Premium-Produkte“ verkauft. Die Hersteller wollen ihre ganz normalen, industriell hergestellten Standardprodukte so zu höheren Preisen absetzen.

  • Aroma sei Dank 04.05.2011 | Aromen finden in unzähligen Produkten Verwendung. Kein Wunder, sie haben für die Industrie entscheidende Vorteile: Sie sind billiger als echte Gewürze und Kräuter, benötigen weniger Lagerkapazitäten, sie beschleunigen und vereinfachen den Produktionsprozess. Aromen gleichen nicht nur Geschmacksverluste aus, die bei der industriellen Verarbeitung entstehen, sondern bringen auch qualitativ unterschiedlichste Rohwaren auf einen einheitlichen Geschmack. Egal also, was in der Packung landet – am Ende schmeckt alles nach demselben Aroma.

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Mehr als 10.000 Verbraucher beschwerten sich bei Kühne über den Traditions-Schwindel. Doch Gurkenkönig Kühne bleibt bei den Märchen von "besten natürlichen Zutaten".

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