Die tägliche Portion Obstabzocke

Fruit2Day von Schwartau

  • Falsch gerechnet 07.12.2007 | „100 Prozent der täglichen Portion Obst“ stecken laut Schwartau in einem Fläschchen Fruit2Day. Das soll den empfohlenen Tagesbedarf an Obst decken. Aber die Rechnung geht nicht ganz auf. 200 Milliliter einer mit Aroma aufgepeppten Mischung aus Fruchtsaftkonzentraten und Püree sind trotz der vollmundigen Werbeversprechen nicht dasselbe wie 200 Gramm unverarbeitetes Obst. Bestenfalls lässt sich Fruit2Day einem Glas Saft gleichsetzen. Das allerdings würde wohl kein Hersteller glaubhaft als hundertprozentigen Ersatz für zwei Portionen Obst anpreisen können.

  • Eine Portion Aroma 07.12.2007 | Eine Portion Fruit2Day Erdbeer-Orange enthält laut Hersteller Schwartau ganze zwei Portionen Obst. Eine aus „leckeren Fruchtpürees und knackigen Obststückchen“ und „eine zweite aus Saft“. Die Fruchtpürees sind offenbar so „lecker“, dass die Obstzauberer von Schwartau noch ein bisschen „natürliches Aroma“ dazugegeben haben. Das muss keineswegs aus Früchten gewonnen werden, sondern wird meistens aus Holzpilzen oder Bakterien hergestellt. Eine echte Portion Obst kommt ohne zugesetztes Aroma aus.

  • Obstabzocke 07.12.2007 | Schwartau füllt „Mehrfruchtsaft aus Fruchtsaftskonzentraten“ zusammen mit Fruchtpüree, Obststückchen und Aroma in kleine Plastikflaschen und nennt das Ganze „Die tägliche Portion Obst“. Dieses klangvolle Versprechen kostet ca. 4,20 Euro, umgerechnet auf den Liter. Fruit2Day ist damit viermal so teuer wie Orangensaft aus Konzentrat, doppelt so teuer wie Direktsaft und kostet sogar mehr als ein Liter Bio-Orangensaft. Alle drei können genauso wie Fruit2Day ab und zu eine Portion Obst ersetzen. Ein ganzes Kilogramm Äpfel kostet ungefähr 2 Euro.

E-Mail-Aktion an Schwartau eingestellt

Trotz zahlreicher Verbraucherbeschwerden: Schwartau hält an der Irreführung fest und behauptet weiterhin, Fruit2Day enthalte "100% der täglichen Portion Obst".

Newsletter abonnieren
Abonnenten:

Aktionen, Infos, Tests – Sie
erfahren´s zuerst.

Jetzt Pate werden!

Sie können etwas gegen Verbrauchertäuschung tun – werden Sie Pate der abgespeist-Kampagne!