Das passierte vor der Alete-Firmenzentrale

21.12.2017

Hallo und guten Tag,

uff, was für ein Jahr… Gemeinsam mit Ihnen – mit vielen tausenden Unterstützerinnen und Unterstützern von foodwatch – haben wir uns eingesetzt für mehr Verbraucherrechte. foodwatch hat massive Hygienemängel in Großbäckereien aufgedeckt, die Zucker-Mythen der Ernährungsindustrie entlarvt und mit einem umfassenden Report die Schwachstellen bei Lebensmittelrückrufen deutlich gemacht. Wir haben uns gegen eine jahrelange Verlängerung des Unkrautvernichters Glyphosat gewehrt, haben Werbelügen im Supermarkt entzaubert und beim Fipronil-Skandal wirksame politische Veränderungen angemahnt.

Ganz ehrlich, wir können jetzt eine kleine Verschnaufpause zwischen den Jahren gut gebrauchen. Im Januar sind wir dann mit voller Kraft zurück. Wir freuen uns, wenn auch Sie weiter dabei sind!

Vielen Dank, herzliche Grüße und schöne Feiertage!

Ihr foodwatch-Team

Neues von unserer Arbeit:

Das passierte vor der Alete-Firmenzentrale

Erinnern Sie sich? Bei unserer Online-Wahl zum Goldenen Windbeutel 2017 ging die überwältigende Mehrheit der mehr als 70.000 Stimmen an den überzuckerten Babykeks von Alete. Den Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres haben wir – unter großem Medienandrang – persönlich am Firmensitz überreicht. In unserem Video sehen Sie, wie schwach der Babynahrungshersteller reagiert hat… Wir bleiben an dem Thema dran! Denn wir finden: Eltern und Großeltern müssen sich darauf verlassen können, dass Babylebensmittel auch wirklich babygerecht sind.

 

foodwatch-Protestaktion gegen Coca-Cola

Wir haben ein Zeichen gegen die "Weihnachtstruck-Tour" von Coca-Cola gesetzt, die unter anderem in Magdeburg Station machte. Denn was wie eine nette Aktion für die ganze Familie daherkommt, ist in Wahrheit nur eine Marketingkampagne, mit der Coca-Cola Kinder ködert. Kinder lieben Weihnachten und den Weihnachtsmann. Der Weltkonzern nutzt das gezielt aus, um Kinder früh an die Marke zu binden. Dabei sind sich Gesundheitsexperten einig, dass es für Zuckergetränke KEINE Kinder-Werbung geben sollte! Offiziell hat sich Coca-Cola zwar freiwillig verpflichtet „verantwortungsvolles Marketing“ zu betreiben und „keine Werbung an Kinder unter 12 Jahren“ zu richten. Dieser Selbstverpflichtung wird das Unternehmen allerdings nicht gerecht – die Weihnachtswerbekampagne richtet sich eindeutig auch an kleine Kinder. Unter anderem mit einem Adventskalender in Form des Coca-Cola-Weihnachtstrucks und Coca-Cola-Flaschen mit Konterfei des Weihnachtsmanns. Wir finden: Der Weltmarktführer für Zuckergetränke macht sich mitverantwortlich für den Anstieg von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen!


15 Jahre EU-Lebensmittelrecht: Skandale bleiben programmiert

Vor 15 Jahren trat die sogenannte EU-Basisverordnung zum Lebensmittelrecht in Kraft – in der Theorie ein echter Fortschritt für die Rechte von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern. Doch eine ausführliche Analyse von foodwatch zeigt: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen im EU-Lebensmittelrecht gravierende Lücken. So findet zum Beispiel das Vorsorgeprinzip als Grundpfeiler des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in der Praxis kaum Anwendung. Mangelnde Informationspflichten von Unternehmen und Behörden öffnen auch in Zukunft Tür und Tor für Lebensmittelskandale. Skandale wie Pferdefleisch-Lasagne und Fipronil-Eier, Gesundheitsgefahren durch Pestizide wie Glyphosat und die tägliche Irreführung im Supermarkt sind leider noch immer traurige Realität – eine unabhängige Verbraucherorganisation wie foodwatch ist daher nötiger denn je!

 

PS: Bitte bleiben Sie uns auch im neuen Jahr treu – vielleicht sogar als Förderin/Förderer von foodwatch? Unsere unabhängige Arbeit ist überhaupt nur möglich durch Menschen wie Sie, die foodwatch als Fördermitglied unterstützen. Seien Sie dabei, ab 5 Euro/Monat: www.foodwatch.de/mitglied-werden  

 
Wir sind foodwatch


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