Umstrittene Energydrinks: Nach Verbot in Lettland fordert foodwatch auch in Deutschland eine Altersgrenze ab 18 Jahren für Red Bull, Monster und Co.

Berlin, 1. Februar 2016. Nachdem in Lettland koffeinhaltige Energydrinks nicht länger an Minderjährige verkauft werden sollen, fordert die Verbraucherorganisation foodwatch auch in Deutschland eine Altersgrenze von 18 Jahren für Red Bull, Monster und Co. Mediziner weltweit warnen seit langem vor den Risiken der aufputschenden Getränke, die vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt sind. Bundesernährungsminister Christian Schmidt lehnt regulative Maßnahmen in Deutschland bisher jedoch ab.

„Bravo Lettland – traurig, traurig, Herr Minister Schmidt. Lettland nimmt die eindringlichen Warnungen der Wissenschaft ernst und macht das einzig Richtige: Red Bull und Co. gibt’s erst ab 18. In Deutschland hingegen dürfen die umstrittenen Wachmacher weiter ungeniert an Kinder und Jugendliche verkauft werden“, kritisierte Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelmarketing bei foodwatch. Die Verbraucherorganisation  forderte den Verbraucherminister auf, endlich auch in Deutschland einen Verkaufsstopp der Getränke an Minderjährige umzusetzen. Über eine E-Mail-Protestaktion unter www.foodwatch.de/aktion-energyshots unterstützen bereits mehr als 28.000 Verbraucher die foodwatch-Forderung.

Energydrinks werden mit Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen, Nierenversagen und sogar Todesfällen in Verbindung gebracht. Das Parlament in Lettland hatte im Januar ein Verkaufsverbot für Minderjährige beschlossen, das ab 1. Juni 2016 gelten soll. Damit ist das baltische Land nach Litauen der zweite EU-Mitgliedsstaat mit einer Altersgrenze ab 18 Jahren für die umstrittenen Getränke. Die Forderung nach einer Altersgrenze haben neben foodwatch und der Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen bereits Experten der Weltgesundheitsorganisation, der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie Verbraucherschutzpolitiker von SPD und Grünen vertreten. Das Bundesernährungsministerium lehnt dies jedoch bislang ab - stattdessen kündigte Minister Christian Schmidt im Herbst dieses Jahres eine steuerfinanzierte, rund 100.000 Euro teure Aufklärungskampagne an, durch die der Konsum von Energydrinks bei Jugendlichen reduziert werden soll.

Einer im Mai 2015 publizierten Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zufolge konsumiert fast jeder dritte Erwachsene Energydrinks. Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing sind die Produkte - anders als etwa der ebenfalls stark koffeinhaltige Kaffee - gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt: 68 Prozent der Teenager greifen zu den Getränken. 

 
RSS-Feed

Pressemitteilungen als RSS-Feed abonnieren.

So ereichen Sie uns

foodwatch e.V.
presse und öffentlichkeitsarbeit
brunnenstraße 181
d-10119 berlin

e-mail: presse@foodwatch.de

fon: +49 (0) 30 / 24 04 76 - 2 90

An Wochenenden erfahren Sie unter der angegebenen Telefonnummer per Bandansage, auf welchem Wege Sie uns kontaktieren können. 

Außerhalb der Bürozeiten erreichen Sie Pressesprecher Martin Rücker in dringenden Fällen mobil unter
+49 (0) 1 74 / 3 75 16 89

Tragen Sie sich in unseren Presseverteiler ein, um unsere Pressemitteilungen per E-Mail zu erhalten. 

Ansprechpartner

Sylvie Ahrens
Pressesprecherin, stellvertretende Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
sa@foodwatch.de


Andreas Winkler
Pressesprecher, Öffentlichkeitsarbeit
aw@foodwatch.de


Dario Sarmadi
Pressesprecher, Öffentlichkeitsarbeit
ds@foodwatch.de


Christiane Groß
Online-Redaktion, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
cg@foodwatch.de


Johanna Weidauer
Pressesprecherin, Öffentlichkeitsarbeit
jw@foodwatch.de