Die Bilder des Jahres: foodwatch-Rückblick auf 2016

22.12.2016

Was für ein Jahr... Die Welt stand Kopf, hatte man manchmal das Gefühl. Auch bei foodwatch war einiges los. Gemeinsam mit engagierten Verbraucherinnen und Verbrauchern haben wir Politik und Lebensmittelwirtschaft wieder kräftig auf die Finger geklopft. Dafür an dieser Stelle ein ganz großes Danke! Ohne die vielen tausend Unterstützerinnen und Unterstützer wäre unsere Arbeit nicht möglich. Von TTIP bis Mineralöl in Lebensmitteln: der Rückblick auf ein turbulentes 2016!


Januar

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von foodwatch zeigt: Drei Viertel der Bürger fordern Werbebeschränkungen bei Kinderlebensmitteln, eine große Mehrheit will zudem verpflichtende Standards für die Verpflegung in Kindergärten und Schulen. foodwatch setzt sich weiter für ausgewogene und ehrliche Kinderlebensmittel ein.


Februar

foodwatch deckt auf: Die Berliner Uni-Klinik Charité hat sich mit insgesamt 1 Million Euro von Coca-Cola sponsern lassen. Der Soft-Drink-Konzern finanzierte ausgerechnet Forschungsprojekte und eine Plattform zum Thema Herzerkrankungen – für deren Entstehung zuckerhaltige Getränke mitverantwortlich sind. Nach Kritik wird die fragwürdige Kooperation eingestellt.


März

fotolia.com: © Ruslan Gilmanshin, © Bombay_foto, © Xavier, © Roman Samokhin, © Winai Tepsuttinun, © Sergii Moscaliuk, © nipaporn; Montage foodwatch

Als erste große Supermarktkette akzeptiert Aldi Süd bei seinen Eigenmarken keine Mineralölverunreinigungen mehr. Auch andere Handelskonzerne wollen dem Beispiel folgen. Ein Erfolg auch der Arbeit von foodwatch: Immer wieder hatten wir Testergebnisse veröffentlicht und die gefährliche Mineralölbelastung in Lebensmitteln kritisiert. 


April

Ein foodwatch-Test zeigt: 90 Prozent der mit Vitaminen beworbenen Produkte sind zu süß, zu fettig oder zu salzig und entsprechen nicht den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ausgewogene Lebensmittel. Verbraucher werden mit Gesundheitswerbung systematisch in die Irre geführt. 


Mai


Klar, Cola ist nicht gesund – das wird den meisten wohl schon als Kind beigebracht. Aber wie ungesund sind Zuckergetränke wirklich? Mit einem Video, das zehntausendfach angeschaut wird, will foodwatch aufrütteln und aufklären über die wahren Gesundheitsrisiken von Limo, Cola und Co.


Juni

fotolia.com/Dusan Kostic

Fast 160.000 Menschen unterzeichnen eine foodwatch-Petition gegen Glyphosat. Das Pflanzenschutzmittel bleibt umstritten: Die EU verlängert die Zulassung bis Ende 2017, die Mitgliedsstaaten hatten sich zuvor trotz mehrerer Anläufe nicht auf eine gemeinsame Position einigen können. Nun soll die Europäische Chemie-Agentur (ECHA) Glyphosat bewerten und dabei ausdrücklich auch die Einschätzung der WHO-Krebsforscher berücksichtigen. Wir bleiben an dem Thema dran!


Juli

„Die Freihandelslüge“ von Thilo Bode erscheint als Taschenbuch. Der foodwatch-Chef entlarvt in dem Bestseller die Falschargumente, mit denen Politik und Wirtschaft für die Freihandelsabkommen TTIP und CETA werben – von falschen Hoffnungen auf Wachstum und Wohlstand bis Angstmache vor chinesischem Einfluss.  


August

Eine umfassende foodwatch-Marktstudie zeigt: Mehr als jedes zweite "Erfrischungsgetränk" in Deutschland ist überzuckert. Unsere Forderung: Entweder reduzieren Pepsi, Coke & Co. den Zuckergehalt drastisch, oder sie müssen sich an den milliardenschweren Gesundheitskosten beteiligen und Präventionsprogramme finanzieren.


August

Gemeinsam mit Campact und Mehr Demokratie reicht foodwatch beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen das Handelsabkommen CETA ein. 125.047 Menschen haben sich der Beschwerde angeschlossen – es ist damit die größte Bürgerklage in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Endlich gibt es eine Debatte über die Gefahren von CETA und TTIP für unsere Demokratie.


September

Lebensmittel mit tierischen Zutaten stammen zu einem großen Teil von kranken Nutztieren. Das ist das Ergebnis einer Auswertung wissenschaftlicher Studien durch foodwatch. Die Untersuchungen hat Matthias Wolfschmidt, stellvertretender foodwatch-Geschäftsführer, in seinem Buch „Das Schweinesystem – Wie Tiere gequält, Bauern in den Ruin getrieben und Verbraucher getäuscht werden“ zusammengefasst.


Oktober


In sieben Städten in ganz Deutschland gehen mehr als 300.000 Menschen auf die Straße und fordern: Stopp TTIP! Stopp CETA! Ein deutliches und friedliches Zeichen für einen fairen und gerechten Welthandel. 


Oktober

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt über unsere Klage gegen CETA. Unser Eilantrag gegen die sogenannte „vorläufige Anwendung“ des Vertrags wird zwar abgelehnt – allerdings legt das Gericht der Bundesregierung strenge Hürden für das Handelsabkommen mit Kanada auf. Die Frage, ob CETA gegen die Verfassung verstößt, wird erst im nächsten Jahr in dem Hauptverfahren verhandelt. Immerhin ein wichtiger Teilerfolg für unseren Protest!


November / Dezember

Schon wieder werden gefährliche Mineralöle in Lebensmitteln gefunden – dieses Mal in Schokoladen-Adventskalendern und Weihnachtsmännern. foodwatch hatte die Herausgabe der behördlichen Testergebnisse beantragt und auch eigene Labortests veröffentlicht. Wir kämpfen weiter dafür, dass wir Verbraucherinnen und Verbraucher besser geschützt werden! 


 

... und 2017?

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