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Mitgliederversammlung

Die foodwatch-Mitglieder­versammlung findet am 17. Januar 2015 statt.

Einladung

Wir sind foodwatch


Verbraucher kämpfen gemeinsam für ihre Rechte – seien Sie dabei!

Von Rinderwahn bis Windbeutel: 10 Jahre foodwatch

26.12.2012

2002 gründete Thilo Bode foodwatch. Seit zehn Jahren kämpft das Team um den ehemaligen Greenpeace-Chef für die Rechte der Verbraucher im Lebensmittelmarkt. Ein Rückblick.

Von Thilo Bode

Erinnern Sie sich noch? Im Fernsehen brannten Tierkadaver, die Verbraucher kauften kein Rindfleisch mehr, sogar der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärte, seine Frau würde nur noch beim Öko-Metzger einkaufen. Renate Künast von den Grünen wurde die erste Verbraucherschutzministerin der Republik und versprach die Agrarwende: 20 Prozent Anteil der Öko-Landwirtschaft sollten bis zum Jahr 2010 erreicht sein. Wir schrieben das Jahr 2001. Der Rinderwahnsinn, die BSE-Seuche, hatte ihren Höhepunkt erreicht.


  • 26.12.2012

    Von Rinderwahn bis Windbeutel: 10 Jahre foodwatch

    Fotostrecke (32 Bilder)
    • 12. Februar 2002: In einem Restaurant in Hamburg entwirft Thilo Bode mit einigen Mitstreitern den Plan für eine unabhängige Verbraucherorganisation in Deutschland. Die handschriftlichen Notizen des Abends, festgehalten auf der Papiertischdecke, hängen heute im foodwatch-Konferenzraum.
    • September 2002: Am 5.9.2002 erfolgt der Eintrag ins Vereinsregister. Die ersten foodwatch-Mitarbeiter kommen an Bord. Mit einem Startkapital von rund 1,6 Mio. Euro wird foodwatch als „Start-up-NGO“ gegründet. Möglichst rasch soll die Selbstfinanzierung durch Mitgliedsbeiträge und Spenden erreicht werden.
    • 17. Oktober 2002: Die erste Pressekonferenz: foodwatch deckt den wahren Umfang des Skandals um mit Nitrofen belastete Futtermittel auf und stellt Strafanzeige gegen die Verantwortlichen.
    • 5. Dezember 2002: Erstmals testet foodwatch Lebkuchen und Spekulatius auf Acrylamid. Regelmäßig macht foodwatch in den folgenden Jahren die Belastung von Chips und Weihnachtsgebäck öffentlich – viele Hersteller ändern daraufhin die Produktion, um niedrigere Werte zu erzielen.
    • 24. März 2004: foodwatch-Report über die Kosten der Fleischproduktion: Würden die Umweltkosten eingerechnet, wäre Fleisch aus konventioneller Massentierhaltung nicht so billig – Biofleisch hätte bessere Marktchancen.
    • 16. April 2004: Erste Protestaktion: foodwatch-Aktivisten demonstrieren vor der McDonald’s-Filiale am Potsdamer Platz in Berlin gegen die Verwendung von gentechnisch veränderten Futtermitteln in der Burger-Produktion.
    • 7. Oktober 2004: foodwatch macht Fehler in der Bekämpfung der Rinderkrankheit BSE öffentlich – Tiermehlexporte aus Deutschland in Staaten außerhalb der EU werden gestoppt. Sechs Jahre später zeigt foodwatch, wie die BSE-Politik der EU Gammelfleisch-Skandale erst möglich machte.
    • 20. April 2005: Skandale wie BSE, Nitrofen und Dioxin können sich jederzeit wiederholen, denn die gesetzlichen Regelungen und Kontrollen für die Futtermittelwirtschaft sind viel zu lasch – das belegt foodwatch in dem Report „Lug und Trog“.
    • Mai 2005: McDonald’s muss eine millionenschwere Werbekampagne stoppen und 10.000 Euro Strafe an foodwatch zahlen. Der Konzern hatte in der Werbung Brötchen ohne chemische Zusatzstoffe versprochen. Das war die Unwahrheit: foodwatch weist nach, dass Emulgatoren verwendet werden.
    • 17. Mai 2006: foodwatch stellt das dänische <link 292>„Smiley-System“</link> vor. Die Forderung: Auch in Deutschland müssen alle Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen veröffentlicht werden. 93 Prozent der Deutschen wollen das Smiley, auch die Länder-Verbraucherminister haben sich dafür ausgesprochen.
    • 19. Juli 2006: Eine Klage von foodwatch gegen das Land Sachsen-Anhalt führt dazu, dass die Uranbelastung von Mineralwasserquellen veröffentlicht werden muss. Mineralwässer mit zu hohem Urangehalt werden daraufhin vom Markt genommen.
    • 22. September 2006: foodwatch übergibt 10.000 Unterschriften für ein wirksames Verbraucher-informationsgesetz <link 493>(VIG)</link>. Im Februar hatte foodwatch einen eigenen Gesetzesvorschlag vorgelegt. 2008 tritt tatsächlich erstmals ein VIG in Kraft, 2012 werden einige Schwachstellen behoben, aber längst nicht alle.
    • 4. September 2007: Thilo Bode demonstriert gemeinsam mit TV-Moderator Tobias Schlegl vor einer McDonald’s-Filiale. Mittlerweile fordern mehr als 100.000 Menschen in einer Unterschriftenaktion von dem Fastfood-Riesen: Keine Hamburger mit Gentechnik!
    • 24. Oktober 2007: Mit drei Produkten – Biene Maja von Bauer, Frucht-Tiger von Eckes-Granini und Kinder-Riegel von Ferrero – geht <a href="http://www.abgespeist.de" title="abgespeist.de: das foodwatch-Portal gegen Etikettenschwindel">abgespeist.de</a> online, die neue Kampagne von foodwatch gegen Verbrauchertäuschung und Etikettenschwindel.
    • 13. Februar 2008: foodwatch startet eine E-Mail-Kampagne zur Einführung der Lebensmittelampel. Fast 60.000 Menschen unterschreiben bis 2010. In Umfragen sprechen sich bis zu 84 Prozent der Deutschen für eine klare Nährwertkennzeichnung mit den Ampelfarben aus.
    • 25. August 2008: Der <link 928>foodwatch-Report</link> „Klimaretter Bio?“ über die Klimawirkungen von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft stößt auf großes Interesse in der Öffentlichkeit – und befördert damit die überfällige Debatte über Landwirtschaft und Klimaschutz.
    • 20. März 2009: Erstmals verleihen foodwatch-Aktivisten den „Goldenen Windbeutel“. Mehr als 35.000 Verbraucher hatten online abgestimmt und Actimel von Danone, das vermeintliche Wundermittel gegen Erkältungen, zur Werbelüge des Jahres gekürt.
    • 3. Juni 2009: Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit foodwatch verkündet Tiefkühlprodukte-Hersteller Frosta, einige Produkte mit der Ampel zu kennzeichnen. Die Initiative lässt uns damals hoffen, dass der Widerstand der Industrie gegen die Ampel bröckeln könnte.
    • 9. Januar 2010: foodwatch wird europäisch: In Amsterdam eröffnet das erste Büro von foodwatch im Ausland. Im Mai überreichen die niederländischen Kollegen das „Gouden Windei“ für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Gewinner der Verbraucher-Abstimmung auch hier: Actimel von Danone.
    • 16. Juni 2010: Im EU-Parlament scheitert die Ampel knapp. Jahrelang hatte foodwatch für eine klare Nährwertkennzeichnung mit den Ampelfarben gekämpft. Immerhin werden die Hersteller erstmals überhaupt verpflichtet, einheitliche Angaben über Nährwerte wie Fett, Zucker und Salz zu machen.
    • 2. August 2010: Verpacktes Fleisch wird in vielen Supermärkten mit einem Sauerstoff-Gas-Gemisch behandelt. Durch Laboranalysen deckt foodwatch auf: Außen wirkt das Fleisch dadurch frisch und rot, innen wird es aber schneller zäh und ranzig.
    • 8. September 2010: In seinem neuen Buch „Die Essensfälscher“ entlarvt foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode die ausgeklügelten Täuschungsstrategien der Lebensmittelkonzerne. Monatelang steht es in den Bestseller-Listen. Die Nahrungsmittelindustrie sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.
    • Januar/Februar 2011: Der Skandal um dioxinbelastete Eier schlägt hohe Wellen. Die langjährige foodwatch-Expertise zu Futtermitteln zahlt sich aus. Ein Jahr nach dem Skandal belegt ein <link 213>foodwatch-Report</link>: Noch immer fehlen wirksame Maßnahmen der Politik, um solche Fälle in Zukunft zu verhindern.
    • 20. Juli 2011: Erstmals erkennt die Politik das Problem des legalen Etikettenschwindels offiziell an: Im Sommer 2011 startet das von der Bundesregierung finanzierte Portal lebensmittelklarheit.de.
    • 18. Oktober 2011: Der <link 321>foodwatch-Report</link>„Die Hungermacher“ stößt eine breite Debatte über die exzessive Spekulation mit Grundnahrungsmitteln an. Mehr als 60.000 Verbraucher unterzeichnen unseren Protest gegen die Deutsche Bank. Commerzbank, DekaBank und andere Geldhäuser steigen aus.
    • 1. November 2011: In Deutschland tritt ein Uran-Grenzwert für Trinkwasser in Kraft – den foodwatch seit Jahren gefordert hatte. Immer wieder hatte foodwatch Werte zur Uranbelastung öffentlich gemacht.
    • 13. März 2012: Unter großem Medieninteresse stellt foodwatch in Berlin einen <link 339>Report</link> zu Kinderlebensmitteln vor – und eröffnet damit eine längst überfällige Diskussion um die Gesundheit unserer Kinder und die Verantwortung der Lebensmittelindustrie.
    • 4. Mai 2012: Die EHEC-Krise 2011 mit 53 Todesfällen wurde erfolgreich bewältigt? <link 326>foodwatch-Recherchen</link> zeigen: Weder wurde der EHEC-Ausbruch aufgeklärt, noch wurden die Schwachstellen in Lebensmittelüberwachung und Infektionsschutz offen analysiert, geschweige denn behoben.
    • 19. Juni 2012: Zum vierten Mal überreicht foodwatch den „Goldenen Windbeutel“. 130.000 Verbraucher hatten abgestimmt und zuckrige Kindertees von Hipp zur dreistesten Werbelüge gewählt. Mittlerweile hat Hipp die Produkte vom Markt genommen.
    • Oktober 2012: <a href="http://www.abgespeist.de">abgespeist.de</a> wird fünf Jahre alt. Bilanz: 37 Werbelügen wurden entlarvt, in vielen Fällen änderten Firmen ihre Werbung, überarbeiteten Produkte oder nahmen diese vom Markt. foodwatch legt 2012 einen <link 387>15-Punkte-Plan</link> mit konkreten Vorschlägen gegen Verbrauchertäuschung vor.
    • Heute... Ein kleines Team und eine schlanke Verwaltung – das ist für foodwatch die Grundlage für erfolgreiche Kampagnenarbeit. Für unsere Recherchen arbeiten wir außerdem mit einer Vielzahl externer Experten zusammen.
    • ...morgen?! foodwatch in Europa – unser nächstes ganz großes Ziel! Nur mit der Unterstützung unserer vielen tausend Fördermitglieder können wir es schaffen eine echte europäische Bürgerbewegung zu werden. Helfen Sie uns: Werden Sie jetzt <link 18>Fördermitglied</link> bei foodwatch!

In dieser Zeit – ich war gerade als Geschäftsführer bei Greenpeace ausgestiegen – fragte mich ein guter Bekannter, ob ich nicht einen Lobbyisten-Job für die ökologische Landwirtschaft in Berlin übernehmen wolle. War es Eingebung oder eine Laune? Ich antwortete spontan, viel notwendiger sei es doch, eine Verbraucherorganisation zu gründen, die eine derartige Katastrophe wie BSE in Zukunft verhindert – die Idee für foodwatch war geboren. Wie immer brauchte es Menschen, die sich begeistern lassen. Ohne Henner Ehringhaus von der GLS Bank, Albert Fink von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Nikolai Fuchs, Demeter-Vordenker, den Versicherungsunternehmer Rolf Gerling und Karl Ludwig Schweisfurth, den Ökolandwirtschaftspionier, wäre aus der Idee keine Realität geworden.  

Aus einer Idee wird Wirklichkeit

Eine unabhängige Organisation, um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen: Sehr viel mehr als diese grobe Zielrichtung hatten wir damals noch nicht – aber eine Menge Motivation und Enthusiasmus. Und natürlich sollte foodwatch eine Mitglieder-Organisation werden, von den Verbrauchern selbst getragen. In nur drei Jahren wollten wir 30.000 Mitglieder gewinnen und foodwatch sollte sich damit selbst finanzieren – so meine optimistische Einschätzung. (Tatsächlich brauchten wir sieben Jahre bis wir die laufenden Ausgaben vollständig durch Beiträge von Fördermitgliedern und Kleinspenden decken konnten und haben heute 25.000 Mitglieder).

Einkaufskorb statt Futtertrog

Ein kleines Team von fünf Mitarbeitern nahm schließlich im September 2002 die Arbeit auf. Angesichts der BSE-Krise befassten wir uns zunächst  mit den Auswüchsen der konventionellen Landwirtschaft, mit Futtermittelskandalen und illegalen Tiermehlexporten. Doch dann merkten wir: Um den Menschen die Missstände im Lebensmittelmarkt nahezubringen, dürfen wir nicht nur über solche komplizierten und abstrakten Themen sprechen, sondern müssen die Verbraucher dort „abholen“, wo sie täglich hingehen: im Supermarkt.

Von BSE bis Etikettenschwindel

Der Schwerpunkt unserer Kampagnen verlagerte sich auf die Nahrungsmittelindustrie. Auf abgespeist.de veröffentlichen wir seit fünf Jahren regelmäßig konkrete Beispiele von Verbrauchertäuschung und Etikettenschwindel. Der „Goldene Windbeutel“, der foodwatch-Preis für die dreisteste Werbelüge, schlug ein wie eine Bombe und machte die ganz legale, tägliche Täuschung im Supermarkt zu einem breiten Thema in der Öffentlichkeit.

Niederlagen und Erfolge

Der Weg von foodwatch war auch ein Weg permanenten Lernens. Heute würden wir selbstverständlich keine Spende mehr von dem Schokoladenhersteller Alfred Ritter annehmen. Vor Jahren, als foodwatch sich insbesondere mit der Agrar- und Futtermittelindustrie auseinandersetzte, sahen wir darin keinen Interessenkonflikt: Die intensive Auseinandersetzung mit der Lebensmittelindustrie hatten wir damals noch nicht auf dem Schirm. Auch Rückschläge wie die verlorene Abstimmung zur Nährwertampel im Europäischen Parlament gehören genauso zur Geschichte von foodwatch wie unsere Erfolge. Wie diese einzuordnen sind, darüber sollten vornehmlich Dritte urteilen. Einen wesentlichen Erfolg aber kann ich wohl nennen: foodwatch hat die Probleme des Lebensmittelmarktes zu einem politischen Thema gemacht. Viel mehr Menschen ist heute klar: Irreführung und Gesundheitsgefährdung können nur politisch gelöst werden – nicht durch vermeintlich kluges Einkaufen des Einzelnen.

Politik für uns Verbraucher?

Mit der unabdingbaren parteipolitischen Neutralität und der finanziellen Unabhängigkeit von Staat und Industrie machten wir uns nicht nur Freunde. Für den Bauernverband war foodwatch der „Kettenhund“ der grünen Verbraucherministerin Renate Künast, die wiederum foodwatch nie verzieh, dass wir die Ziele ihrer Öko-Agrarwende als völlig illusorisch kritisierten – und damit Recht behielten.  Unser provokanter Report „Klimaretter Bio?“ verletzte die Vertreter der ökologischen Landwirtschaft tief. Und die Lebensmittelindustrie gründete 2012 eigens einen Verein („Die Lebensmittelwirtschaft“), um den aus ihrer Sicht völlig ungerechten Angriffen von foodwatch etwas entgegenzusetzen.

Die Politik stellt sich taub

Doch es waren letztlich unsere Gegner, die foodwatch zur heutigen Popularität verhalfen, während uns unsere vielen tausend Unterstützer politischen Einfluss verschafften. Die Angriffe aus Politik und Industrie haben mich nicht wirklich überrascht. Was mich aber heute noch täglich wundert ist die Hartnäckigkeit, mit der die Politik – die eigentlich für die Menschen da sein soll – sich mit der Wirtschaft gemein macht und sinnvolle Maßnahmen ablehnt, die von einer überwältigenden Mehrheit der Verbraucher gefordert werden. 70 Prozent der Verbraucher wollen die Nährwert-Ampel, 90 Prozent das Smiley-System zur Veröffentlichung der Lebensmittelkontrollen. Doch die Politik stellt sich taub! Einen besseren Grund, noch hartnäckiger für die Interessen der Verbraucher zu streiten, kann es nicht geben.

Unser nächstes großes Ziel

Mit dieser Hartnäckigkeit werden wir auch die nächste Phase von foodwatch – den Schritt nach Europa – angehen. Allein in Deutschland können wir nur noch begrenzt Verbraucherpolitik machen. Egal ob Zusatzstoffe oder Detailregelungen zu  Futtermittelkontrollen: Die Entscheidungen fällen die EU-Institutionen. Deshalb müssen wir auch die Verbraucher aus anderen EU-Staaten für die foodwatch-Mission, sich gemeinsam gegen Verbrauchertäuschung und Gesundheitsgefahren zu wehren, gewinnen. Damit diese, so wie wir in Deutschland, ihre Regierungen in die Pflicht nehmen. So sollen in den nächsten Jahren foodwatch-Büros in Frankreich, Spanien und Italien folgen. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, werden Sie Fördermitglied – schon ab einem Betrag von 5 Euro pro Monat.

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