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Whistleblower-Plattform OpenLeaks im Testbetrieb

01.09.2011
OpenLeaks

Wer Medien oder Organisationen Dokumente zuspielen will, soll dies zukünftig hunderprozentig anonym tun können – das ist die Idee von OpenLeaks. Auf dem Chaos-Computer-Club-Camp im brandenburgischen Finowfurt stellte Daniel Domscheit-Berg, früher bei Wikileaks, am 10. August die neue Plattform vor. Auch foodwatch will mit OpenLeaks zusammenarbeiten.

Als „Whistleblower“ bezeichnet man Menschen in Unternehmen oder Behörden, die Informationen über Missstände öffentlich machen. Solche Hinweisgeber setzen teilweise ihre Existenz aufs Spiel, wenn sie sich an Medien oder Nichtregierungsorganisationen wenden – deshalb will OpenLeaks eine technische Plattform schaffen, über die Tippgeber garantiert unerkannt Informationen weitergeben können.

Kooperationspartner bekommen Dokumente direkt

OpenLeaks wird – im Unterschied zu Wikileaks, das Daniel Domscheit-Berg im Streit mit dem Gründer Julian Assange verlassen hat – Daten nicht selbst veröffentlichen. Alle inhaltlichen und redaktionellen Fragen will OpenLeaks Kooperationspartnern überlassen, die sich professionell mit diesen Themen befassen: Medien und Nichtregierungsorganisationen. OpenLeaks stellt nur die Technik zur Verfügung und sorgt dafür, dass technisch keinerlei Spuren der Hinweisgeber zu verfolgen sind. Auf die Dokumente selbst kann OpenLeaks gar nicht zugreifen. Diese landen direkt bei den Kooperationspartnern in einer Art elektronischem Briefkasten.

Sicherer Online-Briefkasten für foodwatch geplant

Erste Partner von OpenLeaks sollen die „tageszeitung“ (taz), die Wochenzeitung „Der Freitag", die dänische Tageszeitung „Dagbladet Information“ und das portugiesische Wochenblatt „Expresso“ sein. Auch foodwatch plant die Einrichtung eines sicheren Briefkastens für Whistleblower über OpenLeaks. Zuvor müssen jedoch eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt werden, vor allem hinsichtlich der Transparenz bei Openleaks und der Sicherheit der Datenübertragung.