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Wie foodwatch sich finanziert

foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein. Um unabhängig agieren zu können, verzichtet foodwatch auf staatliche Gelder und finanziert sich aus den Beiträgen der Fördermitglieder und aus Spenden.

foodwatch will sicherstellen, dass keine anderen Interessen als die der Verbraucher die Arbeit beeinflussen. Deshalb lehnt foodwatch staatliche Gelder grundsätzlich ab. Auch Spenden aus der Lebensmittelindustrie und von größeren Unternehmen des Lebensmittelhandels lehnt foodwatch grundsätzlich ab. Alle Spenden ab einem Betrag von 500 Euro im Jahr, ob von Unternehmen oder Einzelpersonen, werden überprüft, ob ein Zusammenhang zu den genannten Bereichen besteht. Alle Großspender (ab 5.000 Euro) werden auf der foodwatch-Internetseite namentlich genannt – wer damit nicht einverstanden ist, dessen Gelder nehmen wir nicht an.

Einnahmen im Jahr 2012

Details zu den Einnahmen im Jahr 2012

Vor allem dank der Unterstützung von 25.500 Förderern (Stand zum Jahresende) erzielte foodwatch 2012 – im elften Jahr des Bestehens – Einnahmen in Höhe von 1.924.552 Euro. Den überwiegenden Teil (92 Prozent, d.h. 1.767.216 Euro) davon erhielt foodwatch in Form von Mitgliedsbeiträgen und Kleinspenden. Zuwendungen, die 5.000 Euro oder mehr betrugen, bekam foodwatch 2012 von:

  • Louisoder Umweltstiftung
  • Mahle-Stiftung
  • Helmut Wandmaker Stiftung
  • Dieter Mennekes Umweltstiftung
  • WBS Training AG

Die Einnahmen aus Großspenden, Stiftungen und Erbschaften betrugen 2012 insgesamt 109.978 Euro (6 Prozent der Gesamteinnahmen). Die unter sonstigen Einnahmen zusammengefassten restlichen zwei Prozent (47.358 Euro) beinhalten vor allem Reisekostenerstattungen für Vorträge und Medienauftritte sowie Kostenerstattungen von foodwatch Niederlande an foodwatch Deutschland. Auch Honorare aus Vorträgen und Zinserträge fließen hier ein.

Ausgaben im Jahr 2012

Details zu den Ausgaben im Jahr 2012

Im Jahr 2012 konnte foodwatch ein Budget von insgesamt 1.557.774 Euro für die Arbeit einsetzen.

Kampagnen

Kern der foodwatch-Arbeit sind die Kampagnen für das Recht der Verbraucher auf qualitativ gute, sichere und ehrliche Lebensmittel. Die Kampagnen-Verantwortlichen identifizieren Probleme, analysieren die Ausgangssituation, geben wissenschaftliche Studien sowie Labor-Tests in Auftrag und bestimmen Ziele und Strategien der foodwatch-Aktivitäten. Zu den Elementen einer Kampagne gehören auch die Information und die Mobilisierung der Verbraucher. Die Ausgaben im Bereich Kampagnen betrugen 744.286 Euro, das entspricht 48 Prozent der Jahresausgaben.

Im Jahr 2012 standen vor allem die Themen Nahrungsmittelspekulation, Verbrauchertäuschung, Kinderernährung, versteckte Tierprodukte und der Pferdefleisch-Skandal im Fokus.

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Für den „Spiegel“ ist foodwatch „ein kleiner effizienter Stab knallharter PR-Profis“ – und für die „Zeit“ überzeugt die Organisation „mit ihren seriösen Informationen“. foodwatch hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Verbraucher in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das geht nicht ohne professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Druck der Öffentlichkeit und der Medien ist unverzichtbar, damit Politiker im Sinne der Verbraucher aktiv werden. Eine aktive Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Internetseiten, die regelmäßig aktualisiert werden, sowie Online-Aktionen sind deshalb ein wichtiger Teil der Arbeit. Im Jahr 2012 gab foodwatch 305.671 Euro, ein Fünftel der Gesamtausgaben, für diesen Posten aus – einen guten Teil davon für eine neue Internetseite, die im März 2013 ins Netz ging.

Fördererbetreuung und Service

Aus vielen Informationen resultieren auch viele Fragen. Für Nachfragen und Anregungen von Interessenten und Mitgliedern bietet foodwatch ein Informations- und ein Mitglieder-Telefon sowie eine Ernährungsberatung an. Jederzeit können Mitglieder auch telefonisch oder per Mail ihre bei foodwatch hinterlegten Daten aktualisieren lassen, die Zahl der Anfragen von Verbrauchern per E-Mail oder Telefon steigt kontinuierlich. Im Jahr 2012 war foodwatch dieser Service 163.429 Euro wert und damit zehn Prozent der Gesamtausgaben.

Förderer- und Spendenwerbung

Mitgliederorganisationen müssen „Marketing“, das heißt vor allem Mitgliederwerbung, betreiben. Insbesondere wenn sie – wie foodwatch – unabhängig bleiben wollen und keine staatlichen Fördergelder annehmen. Denn Tatsache ist: Fördermitglieder kommen nicht von allein. Maximal 20 Prozent der Förderer von Mitgliederorganisationen werden spontan Mitglied – die anderen müssen gefragt beziehungsweise geworben werden. foodwatch setzt beim Marketing vor allem das Telefon sowie Schreiben per Post oder E-Mail ein. Auf diesen Wegen informiert foodwatch potenziell interessierte Bürger und bemüht sich, sie als Fördermitglieder zu gewinnen. Im Jahr 2012 investierte foodwatch 168.344 Euro (11 Prozent) in die Förderer- und Spendenwerbung.

Diese Ausgaben sind eine Investition in die Zukunft: Fördermitglieder sichern mit ihren Beiträgen die finanzielle Basis der weiteren Arbeit. Und sie verleihen der Stimme von foodwatch in der Öffentlichkeit Gewicht. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Ausgaben für Spendenwerbung wirtschaftlich sind. Die Wirtschaftlichkeit ist bei foodwatch sehr hoch: In einem Betrachtungszeitraum von zwei Jahren erhalten wir in etwa das Doppelte des eingesetzten Betrages zurück. Das bedeutet: Für jeden Euro, den wir für Marketing ausgeben, fließen in zwei Jahren gut zwei Euro auf das foodwatch-Konto – und stärken damit direkt unsere Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit.

Verwaltung

Auch bei foodwatch läuft nichts ohne ein gut ausgestattetes Büro und eine fundierte Organisation. Verwaltung, Buchhaltung und Assistenz bilden die stabile Basis für die Arbeit und kosteten im Jahr 2012 insgesamt 176.044 Euro, das sind 11 Prozent der Ausgaben.

Wirtschaftsprüfungsbericht

foodwatch lässt den Jahresabschluss jedes Jahr (freiwillig) von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testieren. Der steuerliche Jahresabschluss 2012 ist durch die Wirtschaftprüfungsgesellschaft Quabeck & Partner geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Details dazu finden Sie in unserem Wirtschaftsprüfungsbericht (pdf).

Interessenten sendet foodwatch auf Anfrage gern eine Kopie des Jahresabschlusses zu.

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Entwicklung der Einnahmen


2012

2011

2010

Förderbeiträge und Spenden

1.767.216 €
(92%)

1.495.865 €
(85%)

1.237.650 €
(79%)

Großspenden, Erbschaften, Stiftungen

109.978 €
(6%)

238.401 €
(13%)

282.407 €
(18%)

Sonstige Einnahmen

47.358 €
(2%)

33.818 €
(2%)

42.200 €
(3%)

Gesamt

1.924.552 €
(100%)

1.768.084 €
(100%)

1.562.258 €
(100%) 

Namen der Großspender (ab 5.000 €)

Gregor Louisoder Umweltstiftung, Mahle-Stiftung, Helmut-Wandmaker-Stiftung, Dieter Mennekes Umweltstiftung, WBS Training AG 

Gregor Louisoder Umweltstiftung, GVO Personal GmbH, Human GmbH, Mahle Stiftung, Dieter Mennekes, Charlotte Roche, Thomas Sterchi, Alexander Szlovak

Gerhard Bremicker, Alexander Szlovak, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Hoffmann und Campe Verlag

Entwicklung der Ausgaben


2012

2011

2010

Kampagnen

744.286 €
(48%)

837.130 €
(55%)

726.634 €
(53%)

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

305.671 €
(20%)

238.123 €
(16%)

202.537 €
(15%)

Förderer- und Spendenwerbung

168.344 €
(11%)

158.981 €
(10%)

168.329 €
(12%)

Fördererbetreuung und Service

163.429 €
(10%)

150.792 €
(10%)

137.051 €
(10%)

Verwaltung

176.044 €
(11%)

133.506 €
(9%)

139.391 €
(10%)

Gesamt

1.557.774 €
(100%)  

1.518.533 €
(100%)

1.373.941 €
(100%)  


Zuletzt geändert am 15.08.2013