Artikel 19.11.2025

Erfolg: Shrinkflation wird endlich sichtbar gemacht

Ein Durchbruch für die Rechte der Konsument:innen: Die Bundesregierung bringt die verpflichtende Kennzeichnung von Shrinkflation, also versteckten Preiserhöhungen durch geringere Füllmengen, endlich auf den Weg.

Nach Jahren hartnäckiger Arbeit rückt nun die Umsetzung einer unserer zentralen Forderungen in greifbare Nähe. Ein Gesetz gegen Shrinkflation wurde gestern im Ministerrat beschlossen und heute im Nationalrat erstmals intensiv diskutiert. Das klare Fazit: Das Gesetz soll noch heuer in Kraft treten.

Was laut Nationalratssitzung geplant ist

Künftig sollen Hersteller oder Supermärkte 60 Tage lang deutlich darauf hinweisen, wenn ein Produkt von Shrinkflation betroffen ist – direkt auf der Verpackung, am Regal oder unmittelbar in Produktnähe. Die Regelung soll allerdings vorerst bis 2030 befristet sein.

Unser Einsatz zeigt Wirkung

foodwatch fordert seit mehreren Jahren klare und verbindliche Regeln gegen Shrinkflation. Jetzt zeigt sich: Der hartnäckige Druck zahlt sich aus.

Bereits 2022 haben wir aufgedeckt, dass Produkte wie Ovomaltine, Mondseer-Käse oder Doritos still und heimlich bis zu 12 Prozent weniger Inhalt enthielten – bei gleichzeitig steigenden Preisen.
Zum Shrinkflation-Check 2022

Erst vor wenigen Monaten haben wir gemeinsam mit der Preisvergleichsplattform preisrunter.at gezeigt, dass mittlerweile fast alle Lebensmittelkategorien betroffen sind – von Knabbergebäck über Gemüsekonserven bis hin zu Eiscreme.
Zum aktuellen Shrinkflation-Check

5.500 Unterstützer:innen machen den Unterschied

Rund 5.500 Menschen haben gemeinsam mit uns die Petition für ein Shrinkflation-Gesetz unterzeichnet – und so entscheidend dazu beigetragen, dass dieses Gesetz nun Wirklichkeit wird.