1.000 Euro, 5.000 Euro – diese Spenden weisen wir zurück!
Hallo und guten Tag,
1.000 Euro sind eine Menge Geld. Auch für eine Organisation wie foodwatch. Dennoch haben wir uns entschieden, diese großzügige Spende – bereits auf unserem Konto eingegangen – zurück zu überweisen. Sie stammte von der EthikBank. Doch da wir seit Monaten andere Banken, die Konkurrenten der EthikBank, für ihre Spekulation mit Nahrungsmitteln kritisieren, ist für uns die Spende einer Bank tabu. Und zwar egal von welcher, so sehr wir die Großzügigkeit zu schätzen wissen. Auch andere Spenden haben wir zurückgewiesen. Nicht nur von Banken oder Lebensmittelherstellern – vor einigen Monaten waren es 5.000 Euro von einer Privatperson. Diese wollte anonym bleiben, war nicht einverstanden damit, dass wir sie namentlich auf unserer Internetseite nennen. Jedoch haben wir uns genau dazu verpflichtet: Jeder Spender ab einem Betrag von 5.000 Euro im Jahr wird genannt. Diese Transparenz über unsere Großspender sind wir Ihnen schuldig.
So schmerzlich diese Entscheidungen für uns sind, so überzeugt sind wir von diesem Weg. Wir wollen jeden Interessenkonflikt vermeiden. Und jeden Anschein, dass unsere Arbeit durch Bares beeinflusst werden kann. Unabhängige Kampagnen für mehr Verbraucherrechte, so lautet unser Ziel – dabei wollen wir keine Kompromisse eingehen. Umso dankbarer sind wir für unsere mehr als 28.000 Fördermitglieder, die uns mit Beträgen von 5, 10 oder 20 Euro im Monat unterstützen.
Seien auch Sie dabei uns werden Sie jetzt ein Teil von foodwatch:
www.foodwatch.de/mitglied-werden
Vielen Dank, dass Sie ein unabhängiges foodwatch erst möglich machen!
Ihr Martin Rücker
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Neues von unseren Themen:
Neue Regierung, und alles bleibt anders
Nach langen Verhandlungen ist die große Koalition seit einigen Wochen im Amt. Wahrscheinlich haben Sie die frohe Kunde kurz vor Weihnachten vernommen: Der Verbraucherschutz soll gestärkt werden, hieß es übereinstimmend in Medienberichten. Anlass für diese Wertung: Die Zuständigkeit für den Verbraucherschutz wurde vom Landwirtschafts- ins Justizministerium verlagert, von einem Klientel- in ein echtes Querschnittsressort. Doch der Jubel war vorschnell: Ausgerechnet für den Verbraucherschutz im Lebensmittelbereich bleibt das Agrarministerium des neuen Ministers Hans-Peter Friedrich (CSU) zuständig. Weiterhin wird also ein Haus sowohl für die Interessen von Bauern und Lebensmittelindustrie auf der einen, für die der Verbraucher auf der anderen Seite zuständig sein. Ausgerechnet dort, wo dieser nicht aufzulösende Konflikt bestand, bleibt also alles beim Alten – Chance vertan!
Valensina-Säfte jetzt ohne Tierbestandteile
Erfolg für den Verbraucherprotest: Valensina hat uns über eine Rezeptänderung informiert. Alle Säfte des Unternehmens werden demnach künftig vegan sein und ohne Tierbestandteile hergestellt werden. Bisher war im Multivitaminsaft Fischgelatine als Trägerstoff für das zugesetzte Beta-Carotin enthalten, der Orange-Mango-Ananas-Saft war mit Schweinegelatine von Trübstoffen befreit worden – erkennbar war dies für die Kunden nicht, eine Kennzeichnung ist nicht vorgeschrieben. foodwatch hatte solche „versteckten Tiere“ vor mehr als einem Jahr kritisiert. Seitdem haben mehr als 80.000 Verbraucher unsere E-Mail-Aktion für eine verpflichtende Kennzeichnung unterschrieben. Mitmachen ist auch weiter dringend nötig: Denn nur eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht verhindert, dass auch weiterhin Unternehmen Tierbestandteile ohne jede Angabe in ihren Produkten verstecken. Unterschreiben Sie jetzt unter:
www.foodwatch.de/aktion-verstecktetiere
Von Maden und Mäusen: Unsere Pressekonferenz im Film
Warum muss Jahr für Jahr jeder vierte Betrieb bei den amtlichen Lebensmittelkontrollen beanstandet werden? Warum erfahren wir Verbraucher nicht, in welchen Produkten die Behörden Dioxin oder Gammelfleisch gefunden haben? Unser kurz vor Weihnachten vorgestellter Report „Von Maden und Mäusen“ hat die Schwachstellen bei den Informationsrechten und im Kontrollsystem analysiert. Ausschnitte aus unserer Pressekonferenz können Sie jetzt noch einmal im Film sehen:
Klicken Sie sich rein!
PS: Je mehr Menschen hinter foodwatch stehen, umso kraftvoller können wir unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen. Und umso leichter fällt es uns, wirklich unabhängig zu bleiben und Spenden abzulehnen, wenn durch sie ein Interessenkonflikt droht. Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie jetzt Fördermitglied: