Bayer und Monsanto werden ein Paar – und jetzt?
Hallo und guten Tag,
das Horrorszenario ist wahr geworden: Die US-Kartellbehörden haben die Übernahme des Saatgut- und Agrarchemie-Herstellers Monsanto durch Bayer genehmigt. Bayer zahlt mehr als 50 Milliarden Euro (!) und wird dadurch zum weltweit führenden Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Es handelt sich um die bisher größte Übernahme durch einen deutschen Konzern im Ausland. Damit erleben wir eine (Handels)-Machtkonzentration noch nie da gewesenen Ausmaßes.
Da kann leicht das Gefühl entstehen, dass wir Verbraucherinnen und Verbraucher auf verlorenem Posten stehen – aber gerade jetzt dürfen wir nicht aufgeben und sollten uns auf unsere Kraft besinnen.
Denn erinnern Sie sich? Letztes Jahr ist Unerhörtes passiert: Millionen von Bürgerinnen und Bürgern in Europa hatten genug von Glyphosat und haben bei der EU-Kommission protestiert. Die Folge: In Brüssel lag endlich der Vorschlag auf dem Tisch, den Unkrautvernichter zu verbieten. Ein gigantischer Erfolg! Ohne diesen breiten Protest wäre es nie so weit gekommen. Aber was passierte dann? Deutschlands Stimme war das berühmte „Zünglein an der Waage“. Und was tat der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt? Er stimmte gegen das Verbot und setzte durch, dass die Zulassung von Glyphosat um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Wieder einmal hatte sich der Megakonzern Monsanto behauptet – mit willfähriger Hilfe unseres Ministers. Aber gezeigt hat sich auch: Wir sind zwar Zwerge, aber völlig chancenlos sind wir nicht. Es lohnt sich: Unterstützen Sie uns bitte weiterhin gegen die Übermacht der Agrarmultis und werden Sie Fördermitglied von foodwatch.
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Bayer und Monsanto werden ein Paar – und jetzt?
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Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr Thilo Bode
Geschäftsführer
Weiterführende Informationen und Quellen
Spiegel Online: Bayer übernimmt Monsanto
Gutachten stuft Glyphosat nicht als krebserregend ein – Zweifel bleiben