Nachricht 08.06.2026

Capri-Sun, Durstlöscher, Fanta & Co.: bald weniger zuckrig dank Limosteuer?

Welche Folgen hätte die Limosteuer für bei Kindern beliebte Getränke? Und welche Marke müsste die meisten Zuckerwürfel einsparen? foodwatch macht den Check.

Die Bundesregierung plant eine Zuckersteuer – genauer: eine Abgabe, die die Hersteller zahlen müssen, wenn ihre Getränke mehr als 50 Gramm Zucker pro Liter enthalten. Richtig gelesen: Ganze 50 Gramm Zucker. Denn so viel und zum Teil noch deutlich mehr der ungesunden Zutat steckt in zahlreichen beliebten Limos, Energydrinks und Fruchtsaftgetränken.

Wir wollten wissen: Wieviel gesünder könnten Fanta, Capri-Sun & Co. dank der Zuckersteuer werden? Und haben den Check gemacht. Das Ergebnis: Die Hersteller der 10 Getränke im Test müssten den Zuckergehalt im Schnitt um die Hälfte senken, wenn sie der Abgabe entgehen möchten.

So macht die Zuckersteuer beliebte Getränke gesünder

Fotostrecke 05.06.2026
Das zuckrigste Getränk im Check, der Gönrgy-Drink Apfelringe, enthält pro Dose fast 22 Zuckerwürfel. Das ist keine Erfrischung, das ist Körperverletzung! Die Zuckersteuer muss jetzt schnellstmöglich und ohne Verwässerungen der Limo-Lobby umgesetzt werden.
Luise Molling Recherche und Kampagnen

Großbritannien beweist: Die Zuckersteuer wirkt

Im Gespräch ist eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe für Getränke nach dem Vorbild Großbritanniens. Laut dem Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit soll eine Abgabe von umgerechnet 26 Cent pro Liter fällig werden, wenn Getränke mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Enthalten sie mehr als 8 Gramm Zucker, müssen die Hersteller 32 Cent bezahlen. In Großbritannien haben viele Hersteller ihre Rezepturen angepasst, um die Abgabe zu vermeiden. Dadurch sank der Zuckergehalt von Softdrinks um 35 Prozent.