Newsletter 03.07.2014

Das Ergebnis dieser foodwatch-Umfrage ist unglaublich:

Hallo und guten Tag,

was muss eigentlich noch passieren, damit die Deutsche Bank endlich ihre Nahrungsmittelspekulationen stoppt? Viele Finanzinstitute, etwa Commerzbank oder Union Investment, haben sich bereits aus den unmoralischen Geschäften zurückgezogen. Nur die Deutsche Bank – das größte Geldhaus in Deutschland – hält weiter an den umstrittenen Rohstoffen-Wetten fest. Vorstandschef Jürgen Fitschen redet sich stets mit der Begründung heraus: Es gebe keinen überzeugenden Beweis für einen Einfluss von Finanzspekulation auf Nahrungsmittelpreise.

Wie viele Belege wollen die Herren Banker denn noch, bis sie endlich die Hungergeschäfte stoppen? Denn längst gibt es starke Hinweise aus der Wissenschaft, dass die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen die Preise für Lebensmittel in die Höhe treiben kann – und damit Menschen in armen Ländern in den Hunger!

Und auch Finanz-Profis aus der Praxis, die jeden Tag mit den Rohstoff-Geschäften zu tun haben, sehen die Gefahren: foodwatch hat ganz aktuell eine internationale Umfrage in Auftrag gegeben, bei der erfahrene Rohstoffhändler, Broker und Analysten aus Deutschland sowie von den Finanzplätzen Chicago, New York, London, Tokio, Neu-Delhi, Shanghai, Dubai und Abu Dhabi befragt wurden. Wir wollten wissen: Wie schätzen Experten die Wettgeschäfte auf die Preise von Agrar-Rohstoffen ein? Das Ergebnis ist deutlich: Drei von vier Börsen-Akteuren gehen davon aus, dass Finanzspekulation die Preise für Nahrungsmittel direkt beeinflusst. Sogar die beiden befragten Mitarbeiter der Deutschen Bank sagten bei der Umfrage aus, dass Spekulanten die Preise in die Höhe treiben können!

Die Chefs der Deutschen Bank dürfen sich jetzt nicht länger herausreden, sondern müssen endlich die Spekulationsgeschäfte beenden! Unterstützen Sie unseren Protest gegen die Deutsche Bank – gemeinsam können wir es schaffen, dass die Hunger-Wetten endlich gestoppt werden. Schreiben Sie jetzt hier direkt an Jürgen Fitschen und Anshu Jain, die Chefs der Deutschen Bank, und fordern Sie „Stopp Nahrungsmittelspekulation“:

www.foodwatch.de/aktion-deutschebank

In der Wissenschaft gibt es deutliche Hinweise auf den negativen Einfluss der Agrar-Spekulation – aber auch einige Studien, die keinen Einfluss sehen. Den definitiven, abschließenden Beweis, dass Spekulation zu Hunger führt, kann die Wissenschaft mit ihren ökonometrischen Modellen allerdings kaum liefern. Aber die Belege aus der Praxis sind erdrückend - schon allein aus vorsorgenden Gründen muss die Finanzwirtschaft handeln. Schließlich geht es um das Leben von Menschen in armen Ländern. Kein Mensch darf mehr durch Finanzspekulanten in den Hunger getrieben werden. Die exzessiven Wetten auf die Preise von Agrar-Rohstoffen sind durch nichts zu rechtfertigen. Wenn sogar Finanz-Profis in Frankfurt, London, Shanghai und Co., deren tägliches Geschäft die Rohstoffbörsen sind, von den negativen Effekten der Wettgeschäfte überzeugt sind, muss diese Zockerei sofort gestoppt werden. Die Deutsche Bank trägt als einer der wichtigsten Spieler im internationalen Rohstoff-Casino hier eine besondere Verantwortung.

Unterstützen Sie daher jetzt unseren Protest. Mehr als 60.000 wütende Bürgerinnen und Bürger haben bereits an die Deutsche-Bank-Chefs geschrieben. Seien auch Sie dabei und unterzeichnen Sie jetzt hier schnell unsere Protestaktion „Stopp Nahrungsmittelspekulation!“:

www.foodwatch.de/aktion-deutschebank

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Ihr foodwatch-Team

P.S.: Seit Monaten kämpfen wir bei foodwatch gegen die unmoralische Nahrungsmittelspekulation. Unser Einsatz gegen einflussreiche Gegner wie die Deutsche Bank ist dabei nur möglich durch die Unterstützung unser vielen tausend Mitglieder. Seien auch Sie dabei und werden Sie jetzt Fördermitglied von foodwatch:

www.foodwatch.de/mitglied-werden