Newsletter 12.08.2015

Das müssen wir verhindern!

Hallo und guten Tag,

die überwältigende Mehrheit der Menschen in Deutschland und Europa lehnt Gentechnik im Essen ab. Dafür gibt es gute Gründe: Niemand weiß, was diese Technologie langfristig bewirkt. Das werden erst unsere Kinder und Kindeskinder erfahren! Welche Folgen die Eingriffe ins Erbgut von Nahrungsmittelpflanzen haben, ließe sich nur in Langzeitstudien klären - und genau die fehlen bis heute.

Doch die großen Gentechnik-Konzerne fahren Jahr für Jahr Rekordgewinne ein. Mit anderen Worten: Monsanto & Co. verdienen prächtig, aber die Natur ist ihr Versuchslabor! Den Politikern und Politikerinnen scheint das allerdings völlig egal zu sein. Seit Jahren bewegt sich nichts und gentechnisch veränderte Pflanzen wandern zu abertausenden von Tonnen in die Futtertröge Europas, ohne dass die Verbraucher davon beim Einkaufen erfahren. Und wenn das Freihandelsabkommen TTIP Realität wird, dann wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern.
Wir von foodwatch sagen: Wir wollen nicht länger gezwungen werden, unwissentlich Gentechnik im Essen zu unterstützen! Das tun wir nämlich, weil tierische Produkte wie Milch, Joghurt oder Eier, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen ernährt wurden, nicht gekennzeichnet werden müssen. Aber gerade in diesen Produkten steckt die meiste Gentechnik drin! Über 80 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen werden an "Nutztiere" verfüttert. Für uns als Verbraucher und Verbraucherinnen bedeutet das konkret: Die tierischen Produkte, die wir im konventionellen Handel erwerben, stammen fast immer von Tieren, an die auch genverändertes Soja verfüttert wurde. Aber das steht nirgends drauf! Helfen Sie dabei, das zu ändern, indem Sie  Förderer/Förderin von foodwatch werden.

Wir kämpfen seit Jahren dafür, dass diese Kennzeichnungslücke endlich geschlossen wird. Knapp 160.000 Verbraucher und Verbraucherinnen haben - gemeinsam mit foodwatch - McDonald’s dazu aufgefordert, Burger mit Gentechnik entweder zu kennzeichnen oder sie gleich ganz ohne Gentechnik herzustellen. Und fast 80.000 Unterzeichner und Unterzeichnerinnen haben sich mit der Forderung, endlich den Verbraucherwillen zu akzeptieren und für die entsprechende Kennzeichnung zu sorgen, an die EU-Kommission gewandt.

Liebe foodwatch-Interessierte, weil TTIP droht, müssen wir jetzt gemeinsam eine gewaltige Kraftanstrengung unternehmen: Denn TTIP wird dazu führen, dass Standards und Gesetze auf Jahrzehnte hin eingefroren werden. Dann zählen nur noch die Konzerninteressen und wir Verbraucher und Verbraucherinnen haben das Nachsehen. Deshalb schwebt TTIP wie ein Damoklesschwert über uns. Wenn es uns nicht gelingt, TTIP zu verhindern, haben wir  keine Chance mehr, unser Ziel - die Kennzeichnung von tierischen Produkten zu erreichen. Wenn TTIP Realität wird, dann müssen wir uns nicht nur innerhalb Europas, sondern auch noch mit den gentechnikgläubigen USA einigen. Und das fängt schon jetzt an: Obwohl im Koalitionsvertrag steht, dass Deutschland die Kennzeichnung solch tierischer Produkte in Europa voranbringen will, haben sich CDU und SPD kürzlich still und leise davon verabschiedet! Wir müssen TTIP in seiner jetzigen Form verhindern und in jedem Fall endlich die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten tierischen Produkten erreichen. Es geht nicht anders: Wir müssen den Druck auf Politik und Konzerne weiter erhöhen.

Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Wir fordern von der EU ihre ignorante Haltung aufzugeben und das zu tun, was längst überfällig ist, nämlich den Wunsch Millionen europäischer Verbraucher und Verbraucherinnen zu akzeptieren und Gentechnik endlich kennzeichnen zu lassen. Unterstützen Sie uns, damit wir dieses Ziel erreichen und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch! In Kampagnen wie dieser steckt eine Menge Arbeit: Marktanalysen, Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden.
Helfen Sie uns dabei und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Liebe foodwatch-Interessierte, wir wissen: Große, ausschließlich am Profit orientierte Konzerne wie McDonald's oder Monsanto, aber auch Politiker und Politikerinnen, die vor allem auf ihren eigenen Machterhalt schielen, reagieren nur auf drohende Gewinneinbußen oder Imageverluste. Mit unserer Gentechnik-Kampagne können wir den Finger in die Wunde legen.

Aber dafür brauchen wir Sie: Unterstützen Sie uns, wenn möglich, mit 5, 10, oder 20 Euro monatlich. Gehen Sie direkt jetzt auf unsere Website und werden Sie Förderer/Förderin.

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr Thilo Bode