Newsletter 15.05.2015

Der Goldene Windbeutel geht an...

Hallo und guten Tag, 

am kommenden Montag sind wir in Stuttgart und wollen dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann den Goldenen Windbeutel überreichen. Wahrscheinlich fragen Sie sich jetzt, was Herr Kretschmann mit unserem Negativpreis zu tun hat. Wir lösen auf:

Vielleicht erinnern Sie sich? Im vergangenen Jahr stimmten mehr als 70.000 Verbraucher und Verbraucherinnen in unserer Online-Wahl für die Alete Trinkmahlzeiten ab dem 10. Monat als dreisteste Werbelüge des Jahres. Ein ungesundes Produkt, als gesund und babygerecht vermarktet. Nestlé – damals noch Eigentümer von Alete – lehnte den Goldenen Windbeutel 2014 genauso ab wie unsere Forderung: Die Produkte vom Markt zu nehmen.

Inzwischen ist Alete mehrheitlich im Besitz einer Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart. Und jetzt raten Sie mal, wer an dieser Gesellschaft beteiligt ist: Richtig, das Land Baden-Württemberg über die landeseigene L-Bank, die Landesbank LBBW und eine LBBW-Tochter. Als Ministerpräsident ist Winfried Kretschmann damit in der Verantwortung!

Noch bevor wir in die schwäbische Landeshauptstadt fahren, wollen wir unsere Forderung mit Ihrer Hilfe unmissverständlich klar machen. Fordern Sie Winfried Kretschmann und Alete deshalb jetzt schon auf, ungesunde Babyprodukte wie die Trinkmahlzeiten endlich vom Markt zu nehmen!

Aktion hier unterzeichnen: www.foodwatch.de/aktion-alete  

Unseren Besuch in Stuttgart haben wir bereits angekündigt – das Staatsministerium von Herrn Kretschmann sagte Pressevertretern daraufhin nur, dass es nicht der richtige Ansprechpartner sei für diese Produkte. Natürlich entscheidet nicht Herr Kretschmann wie ein Geschäftsführer über Produktentwicklungen – doch so einfach kann sich der Ministerpräsident nicht aus der Verantwortung stehlen!

Wir reden über ein Produkt, vor dem Kinderärzte und viele andere Experten warnen: Die hochkalorischen Trinkmahlzeiten können Karies und Überfütterung fördern. Die Landesregierung weiß darüber bestens Bescheid: In einer Broschüre schreibt das baden-württembergische Verbraucherschutzministerium explizit über Trinkmahlzeiten: „Diese flüssigen Breie eignen sich auf Grund der Vielfalt der Geschmackszutaten und des etwas höheren Energiegehalts weder für Säuglinge noch für das ältere Kind. Milchzahnkaries, aber vor allem schlechtes Essverhalten können die Folge sein.“ Und auch Herr Kretschmann hat uns schriftlich mitteilen lassen, dass er unsere Kritik durchaus teilt. Das Land warnt also vor den Produkten – vor denen es als mittelbarer Teilhaber von Alete selbst profitiert!

Wir meinen: Das ist inakzeptabel. Entweder nutzt Ministerpräsident Kretschmann seinen Einfluss und sorgt dafür, dass die Alete Trinkmahlzeiten aus den Regalen verschwinden - oder aber das Land Baden-Württemberg darf sich an diesen fragwürdigen Geschäften nicht länger beteiligen! Und neben den Trinkbreien gibt es noch mehr Alete-Babyprodukte, die im klaren Widerspruch zu den Empfehlungen von Kinderärzten und Ernährungswissenschaftlern stehen.

Unterzeichnen Sie deshalb bitte jetzt unsere Aktion an Winfried Kretschmann und Alete: Schluss mit ungesunden Babyprodukten!

www.foodwatch.de/aktion-alete

Wie immer besonders wichtig, diese Nachricht bitte weiterleiten!

Vielen Dank für Ihren Einsatz, 
Ihr foodwatch-Team

P.S.: Wenn Sie live über unsere Aktion – die Verleihung des Goldenen Windbeutels an Herrn Kretschmann – informiert werden wollen, dann folgen Sie uns auf twitter

P.P.S.: Sie sehen – so schnell geben wir nicht auf. Dieser lange Atem aber kostet nicht nur Geduld, sondern auch Geld. Wir müssen nachhaken, recherchieren, planen, Pressemitteilungen schreiben, mit den Medien sprechen, die Aktion bei der Polizei vor Ort anmelden usw. usw. Unsere Kampagnenarbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe – bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied: 

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