DIHK gegen die Ampel
Der Industrie- und Handelskammertag warnt eindrücklich vor dem „Eingriff“ in den Lebensmittelmarkt durch die verbraucherfreundliche Kennzeichnung.
Als überflüssig und gefährlich hat Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Ampelkennzeichnung kritisiert. In einer Pressemitteilung erklärte er: „Ich warne davor, Ampelkennzeichnungen für Lebensmittelverpackungen einzuführen. Die Ampel, die allein nach Zucker-, Salz- und Fettgehalt in 'rot', 'gelb' und 'grün' kategorisiert, ist irreführend: So müssten gesunde Produkte wie zum Beispiel Halbfettmargarine, Avocados und Nüsse aufgrund ihres Fettgehalts rot gekennzeichnet werden. Das Ergebnis ist ein massiver Eingriff in den Markt: Erfahrungen mit Ampelkennzeichnungen in anderen Ländern haben gezeigt, dass rot markierte Produkte weniger gekauft werden, die Folge sind erhebliche Umsatzeinbußen bei den betroffenen Unternehmen.“
Tatsächlich taugen die genannten Beispiele wenig – schon allein, weil unverarbeitete Produkte überhaupt nicht mit der Ampel gekennzeichnet werden sollen.