EU-weite Protestaktion gegen TTIP und CETA gestartet – machen Sie mit!
Hallo und guten Tag,
wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, wehren uns gemeinsam gegen den drohenden Ausverkauf von Demokratie, Umweltstandards und Verbraucherrechten durch die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Jetzt gilt's – wir wollen in der EU 1 Million Unterschriften sammeln, damit unsere Stimme endlich gehört wird!
Es war ein echter Schlag ins Gesicht, als die EU-Kommission uns Mitte September mitteilte, dass die offizielle Europäische Bürgerinitiative gegen das Freihandelsabkommen TTIP abgelehnt wird. Ganz offenbar wollten die Politiker in Brüssel den immer lauter werdenden Bürgerprotest einfach abwürgen. Doch wir lassen uns nicht mundtot machen! Gemeinsam mit einem breiten Netzwerk aus rund 250 Organisationen aus ganz Europa hat foodwatch daher jetzt eine eigene, selbstorganisierte Bürgerinitiative ins Leben gerufen.
Diese E-Mail-Protestaktion ist vielleicht die wichtigste, die foodwatch jemals gestartet hat. Seien Sie dabei und unterschreiben Sie jetzt unter:
www.foodwatch.de/aktion-ttip
Um eines deutlich zu sagen: Wir bei foodwatch sind keineswegs Amerika-Feinde oder sprechen uns generell gegen freien Handel aus. Nein, freier Handel ist unabdingbar für die Weltwirtschaft, aber er muss fair für alle sein.
Bei TTIP und CETA geht es jedoch um viel mehr als um die Beseitigung von Zollschranken oder die Angleichung von technischen Regeln (etwa für die Farbe von Autorücklichtern oder die Länge von Schrauben). Wir lehnen TTIP und CETA ab, weil mit Hilfe von „Investorenschutzregeln“ und „Regulatorischer Kooperation“ die Weiterentwicklung von Verbraucherrechten und Tierschutzstandards ausgehebelt werden könnte. Anders als Bundeskanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel die Öffentlichkeit glauben machen, bedeuten weder die Verhinderung von „Chlorhühnchen“ noch das Festschreiben angeblich ach so hoher europäischer Standards einen Erfolg für die Bürger. Einerseits, weil damit so absurde „Standards“ wie die massenhafte Tierquälerei in Europas Ställen ebenso festgeschrieben würden wie mangelhafte Kennzeichnungs- und Informationsrechte für Verbraucher. Andererseits, weil die Beseitigung des Elends der Nutztiere, der Schutz von Böden und Grundwasser, die Einführung besser lesbarer und verständlicher Etiketten von den Konzernen weggeklagt werden könnten.
Wir wissen, dass Merkel und Gabriel Nachbesserungen versprechen. Doch so wie die Abkommen jetzt geplant sind, bedeuten sie nichts anderes, als dass sich die EU und die USA künftig auf der Ebene von Spitzenbehörden darüber einigen müssten, welche Standards – egal ob Umwelt- oder Tierschutz, Verbraucher- oder Arbeitnehmerrechte – sich wie weiterentwickeln dürfen. Der einzige Weg, um hier etwas zu verbessern ist, TTIP und CETA zu stoppen, Frau Merkel und Herr Gabriel!
Die EU hat zwar die offizielle Europäische Bürgerinitiative abgelehnt. Aber das bedeutet für uns nur: Jetzt erst recht! Wir lassen nicht zu, dass wir Bürger über den Tisch gezogen werden und nicht mitreden dürfen. Es ist ein beeindruckendes europaweites Bündnis: Fast 250 Organisationen – von Umweltschützern über Bürgerinitiativen bis zu Gewerkschaften – haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam TTIP und CETA zu stoppen. Wir können es schaffen! Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Daher unsere große Bitte:
1.) Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Protestaktion auf
2.) Laden Sie Freunde, Bekannte und Kollegen ein, auch mitzumachen!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr foodwatch-Team
P.S.: Der gemeinsam koordinierte Protest gegen die Freihandelsabkommen ist ein gewaltiger Kraftakt. Diese einmalige europaweite Protestaktion ist nur möglich mit Ihrer Hilfe – bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied:
www.foodwatch.de/mitglied-werden