Nachricht 29.07.2026

Fanta, Sprite und Capri-Sun im Zucker-Check

In Großbritannien gibt es die Zuckersteuer schon lange. Sind Softdrinks dort deshalb weniger zuckrig als bei uns? foodwatch macht den Vergleichstest.

Geht eine Frau in ein Londoner Pub und bestellt eine Fanta. So könnte ein Witz beginnen. Uns bei foodwatch interessiert: Wie viel Zucker steckt in der Fanta? Hier gibt es große Unterschiede zwischen Großbritannien und Deutschland. Denn in Großbritannien gibt es seit 2018 die Zuckersteuer. foodwatch hat den Vergleichs-Check mit zehn beliebten Erfrischungsgetränken gemacht. 

So viel weniger zuckrig sind Sprite, Schweppes & Co. in UK – dank Zuckersteuer

Fotostrecke 29.07.2026
Wer sich in England eine Fanta gönnt, nimmt knapp halb so viel Zucker zu sich wie in Deutschland. Die Zuckersteuer führt nicht zwangsläufig zu höheren Preisen – sondern zu gesünderen Rezepturen!
Luise Molling Recherche und Kampagnen

Großbritannien beweist: Die Zuckersteuer wirkt

foodwatch fordert den designierten Bundesernährungsminister Carsten Linnemann auf, die Zuckersteuer rasch einzuführen. Und sich bei der Ausgestaltung am britischen Vorbild zu orientieren. Dort existiert eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe. Sie wird fällig, wenn Getränke mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Ab 8 Gramm Zucker fällt die Abgabe höher aus. In Großbritannien haben viele Hersteller ihre Rezepturen angepasst, um die Abgabe zu vermeiden. Dadurch sank der Zuckergehalt von Softdrinks im Schnitt um 35 Prozent. Damit die Hersteller den Zucker nicht 1:1 durch Süßstoffe ersetzen, sollten diese in Deutschland auch unter die Steuer fallen.