foodwatch zur Zuckersteuer: „Machen statt zanken“
Bei dem Eckpunktepapier aus dem Finanzministerium für eine Zuckersteuer handelte es sich offenbar um einen Vorschlag, für den es keine Mehrheit in der Bundesregierung gibt. Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert die Bundesregierung auf, nun zügig die in der Koalition bereits vereinbarten Beschlüsse für eine Zuckersteuer auf den Weg zu bringen. Luise Molling von foodwatch erklärt dazu:
„Statt sich weiter über Süßstoffe, alkoholfreies Bier oder Hafermilch zu zerlegen, muss die Bundesregierung die Steuer auf zuckrige Limos nun schnellstmöglich umsetzen. In der Koalition gibt es einen ausgehandelten Konsens dafür, die Hersteller überzuckerter Softdrinks in die Verantwortung zu nehmen. Das muss jetzt passieren. Das Wichtigste ist: Der Zucker muss raus aus den Getränken. Flüssiger Zucker ist besonders schädlich – gerade für die Gesundheit unserer Kinder. Die Limosteuer hat in der Bevölkerung großen Rückhalt: 60 Prozent der Menschen in Deutschland sprechen sich dafür aus. Statt zu zanken, muss die Bundesregierung nun einfach machen, was sie angekündigt hat. Deutschland hat im Kampf gegen ernährungsbedingte Krankheiten schon viel zu viel Zeit verloren.“