Newsletter 27.05.2013

Großartig!

Hallo und guten Tag,

die öffentliche Kritik zeigt offenbar Wirkung: Die nächste Großbank steigt aus der Nahrungsmittelspekulation aus! Die DZ-Bank-Gruppe und ihre Fondsgesellschaft Union Investment ziehen sich vollständig aus den Spekulationsgeschäften mit Agrar-Rohstoffen zurück  und fordern zudem eine effektive Finanzmarktregulierung! Das sind großartige Neuigkeiten - und auch ein Erfolg unseres Protests gegen die unmoralische Zockerei. Die in der Öffentlichkeit eher unbekannte DZ-Bank ist immerhin das viertgrößte Kreditinstitut in Deutschland und vertritt mehr als 900 Volks-, Raiffeisen-, Sparda- und PSD-Banken. Doch Deutschlands größte Bank - die Deutsche Bank - zeigt sich weiter uneinsichtig. foodwatch fordert: Jetzt endlich muss auch die Deutsche Bank ihre Geschäfte mit dem Hunger beenden! Helfen Sie uns, schreiben Sie jetzt direkt an die Vorstandsvorsitzenden, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, und fordern Sie die Deutsche Bank zum Ausstieg auf:

www.foodwatch.de/aktion-deutschebank

Langsam aber sicher, so scheint es, wächst auch in der Finanz- und Bankenwelt die Einsicht: Die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen muss beendet werden. Denn die Wett-Geschäfte können die Preise für Grundnahrungsmittel wie Getreide oder Reis dramatisch in die Höhe treiben und damit Menschen in armen Ländern in den Hunger stürzen. Immer mehr Geldhäuser ziehen sich daher aus der Nahrungsmittelspekulation zurück: Commerzbank, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Landesbank Berlin (LBB) und die DekaBank der Sparkassen.

Nächster "Aussteiger" nun: die DZ Bank mit ihrer Tochtergesellschaft Union Investment. Nach einem Treffen mit foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode in Frankfurt teilte uns der Vorstand in einem Brief mit, "dass entsprechende Produkte mit Agrarrohstoffen nicht mehr angeboten werden und auch keine entsprechenden Produkte neu aufgelegt werden". Besonders bemerkenswert: Die Bank stoppt nicht nur ihre Spekulationsgeschäfte, sondern macht sich explizit für eine wirksame Regulierung der Rohstoff-Terminbörsen stark. Wir finden: Daran sollten sich andere Banken, die die notwendigen politischen Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte mit massivem Lobby-Einsatz verhindern wollen, ein Beispiel nehmen. Allen voran die Deutsche Bank als einer der größten Player weltweit im Geschäft mit Rohstoff-Wetten.

Helfen Sie uns! Gemeinsam können wir die "Hungermacher" der Deutschen Bank zum Ausstieg bewegen! Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Jürgen Fitschen und Anshu Jain und fordern Sie die Konzernchefs auf, die unmoralische Nahrungsmittelspekulation zu stoppen:

Hier jetzt E-Mail-Protest unterzeichnen!

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Ihr foodwatch-Team

PS: Egal ob der Protest gegen perfides Junkfood-Marketing an Kinder oder der Kampf gegen die Nahrungsmittelspekulation: Unsere Kampagnenarbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe - bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied:

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