Newsletter 22.12.2014

Ihre Stimme hat gestern im Ministerium gefehlt.

Hallo und guten Tag,

schon mehr als 100.000 Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich unserer Forderung nach einer lückenlosen Kennzeichnung von Tierprodukten und Tierbestandteilen in Lebensmitteln angeschlossen. Mit so viel Rückenwind hatten wir gestern einen offiziellen Termin im Bundesernährungsministerium (BMEL). Bepackt mit exakt 101.958 Unterschriften und einem Aktionsplakat bekräftigten wir vor Ort unsere Forderung!

Leider hat Ihre Stimme noch gefehlt. Schließen Sie sich doch den mehr als 100.000 anderen an und fordern Sie die Pflicht-Kennzeichnung für alle versteckten Tierprodukte und Tierbestandteile. Wo Tier verwendet wurde, muss auch Tier draufstehen! Bitte unterschreiben Sie jetzt:

www.foodwatch.de/aktion-verstecktetiere

(Im Bundesernährungsministerium übergeben die foodwatch-Aktivisten Oliver Huizinga (von links) und Matthias Wolfschmidt 100.000 Unterschriften gegen versteckte Tiere an Dr. Klaus Heider, Abteilungsleiter für Ernährungspolitik)

Worum geht es? Immer mehr Menschen verzichten aus den verschiedensten Gründen auf bestimmte oder alle Tierprodukte. Gleich mehrere Kennzeichnungslücken bei der Verwendung von Tierprodukten und -bestandteilen machen dies in der Praxis aber oft unmöglich.

Denn die Folge der mangelhaften Kennzeichnung: Reihenweise Produkte im Supermarkt, in denen sich versteckte Tierbestandteile befinden oder die mithilfe solcher hergestellt wurden - ohne jegliche Kennzeichnung.

Beispiele: So kommen tierische Bestandteile über Aromen  (zum Beispiel Rind oder Schwein in Kartoffelchips) oder über zugesetzte Vitamine (zum Beispiel Wollfett vom Schaf in Margarine) ins Produkt. Oder sie werden als technische Hilfsstoffe eingesetzt - zum Beispiel Schweinegelatine zum Klären von Essig oder Saft. Dies steht jedoch nicht auf der Verpackung.

Wir finden: Ob aus religiösen oder ethischen Gründen - wer auf tierische Bestandteile verzichten möchte, soll dies auch können. Deshalb brauchen wir eine Pflicht-Kennzeichnung direkt auf der Verpackung. Bundesernährungsminister Christian Schmidt muss endlich aktiv werden und sich in Europa für eine solche Pflicht-Kennzeichnung einsetzen.

Bei unserem Termin gestern im Ministerium wurde das große Interesse an Informationen über Lebensmittel zwar begrüßt. Aber: Das Ministerium sieht lediglich eine freiwillige Kennzeichnung als "vegetarisch" oder "vegan" für angebracht. Das ist uns und mehr als 100.000 Menschen aber nicht genug. Für informierte Kaufentscheidungen brauchen wir eine klare und unmissverständliche Pflicht-Kennzeichnung für alle Produkte. Denn: Bei Produkten wie Saft, Chips oder Limonade erwarten die wenigsten Verbraucher Tierbestandteile, unabhängig davon, ob sie zum Beispiel als "vegetarisch" beworben werden oder nicht. Hier kann nur eine Pflicht-Kennzeichnung Abhilfe schaffen. Politik und Lebensmittelhersteller sollten die verschieden Lebensweisen respektieren und ermöglichen. Wo Tier drin ist oder verwendet wurde, muss es draufstehen.

Wir müssen noch mehr werden - deshalb, schließen Sie sich uns an und fordern Sie Bundesernährungsminister Christian Schmidt auf, aktiv zu werden!

Klicken Sie sich rein,
Ihr foodwatch-Team

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