Acrylamid-Tests

Bild: sil007/Fotolia.com

Zwischen 2002 und 2009 hat foodwatch regelmässig Weihnachtsgebäck und Kartoffelchips auf Acrylamid untersuchen lassen. Die Tests zeigen: Werden die Namen der Hersteller genannt, sinkt die Belastung. Bei anderen Produkten ist der Veränderungsdruck dagegen gering.

Lebkuchen und Kartoffelchips enthalten häufig besonders viel Acrylamid. Durch eine Umstellung der Produktion können die Hersteller den Acrylamidgehalt aber stark senken. Das haben inzwischen einige Unternehmen beherzigt, wie unsere Testreihen belegen. Der öffentliche Druck auf die Hersteller hat gewirkt.

Anders als bei den anderen Produkten. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BLV) veröffentlicht regelmäßig Signalwerte, die aus den tatsächlich vorgefundenen Belastungen in einzelnen produktgruppen berechnen. Viele Signalwerte sind seit Jahren unverändert. Das zeigt: Die Acrylamidwerte bei diesen Produkten sind im Durchschnitt nicht entscheidend besser geworden. 

Keine Veröffentlichung aktueller Daten zu Acrylamid

Verwunderlich ist das nicht: Anders als bei den foodwatch-Tests veröffentlichen die Behörden die tausenden vorliegenden Messdaten nicht. Es gibt etwa auf der BVL-Internetseite anonyme Durchschnitsswerte, aber die Verbraucher können sich nicht über die vorliegenden, aktuellen Analysewerte für konkrete Produkte informieren. So fehlt der Druck auf die Hersteller, und die Verbraucher kaufen ohne eigene Entscheidungsmöglichkeiten Lebkuchen oder Spekulatius, die noch immer unnötig viel Acrylamid enthalten.

Die Ergebnisse der foodwatch-Tests entsprechen nicht den aktuell vorliegenden Belastungen der jeweiligen Produkte, wie sie sich heute im Handel befinden. Zu Dokumentationszwecken verlinken wir hier auf alle von foodwatch veröffentlichten Analysen:

Lebkuchen- und Spekulatius-Tests von foodwatch:

2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009

Kartoffelchips-Tests von foodwatch:

2003-I2003-II,  2003-III, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008

Zuletzt geändert am 09.11.2012
 
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