Bebivita kündigt Milchbrei ohne Zuckerzusatz an

09.11.2018

Der Babynahrungshersteller Bebivita hat angekündigt, keinen Milchbrei mehr mit zugesetztem Zucker zu verkaufen. Das erklärte das Tochterunternehmen von Hipp gegenüber foodwatch. Der „Bebivita Milchbrei Keks“ war potentieller Kandidat für den Goldenen Windbeutel 2018. Gleich drei Mal war das Produkt auf der Online-Beschwerdeplattform schummelmelder.de eingereicht worden. Die Produkte mit den neuen Rezepturen sollen ab April 2019 im Handel erhältlich sein.

Zucker müsse grundsätzlich „kritisch betrachtet werden – insbesondere dann, wenn es sich um Produkte für Säuglinge und Kleinkinder handelt“. Deshalb habe Bebivita entschieden, „den zugesetzten Zucker aus allen Bebivita Milchbrei-Rezepturen zu entfernen“, so der Hersteller gegenüber foodwatch. Verbraucherinnen und Verbraucher hatten auf schummelmelder.de kritisiert, das Produkt werbe mit Calcium, Eisen und Jod sowie „einem gesunden Wachstum“, sei zugleich aber eine Zuckerbombe.

Sophie Unger von foodwatch, Wahlleiterin für den Goldenen Windbeutel

„Zuckerzusatz hat in Babynahrung nichts verloren. Die angekündigte Rezepturänderung ist seit Jahren überfällig. Doch wer A sagt, muss auch B sagen: Bebivita sollte künftig alle Säuglingsprodukte ohne Zuckerzusatz herstellen, nicht nur Milchbrei!“

Sophie Unger von foodwatch, Wahlleiterin für den Goldenen Windbeutel

Eins von 120 Produkten im Schummelmelder

Im kürzlich online geschalteten Schummelmelder von foodwatch haben Verbraucherinnen und Verbraucher mehr als 120 Produkte eingereicht. Aus diesen Vorschlägen hat foodwatch in dieser Woche fünf Kandidaten für den Goldenen Windbeutel ausgewählt und auf www.goldener-windbeutel.de nominiert. Bebivita hatte die Rezepturänderung wenige Tage vor dem Wahlstart gegenüber foodwatch angekündigt. Eigenen Angaben zufolge soll sich das Unternehmen jedoch schon vor Monaten zu dem Schritt entschlossen haben.

06.11.2018

Das sind die Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2018

Fotogalerie (6 Bilder)

Die Abstimmung läuft noch bis Anfang Dezember. Dem Hersteller des „Siegerproduktes“ will foodwatch den Preis dann am Firmensitz überreichen.

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