„Eindrucksvolle Philippika“ – Reaktionen auf TTIP-Buch

22.04.2015

Seit Monaten diskutieren Befürworter und Gegner über das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU. Das Anfang März veröffentlichte Buch „Die Freihandelslüge“ von foodwatch-Chef Thilo Bode brachte neuen Schwung in die Debatte. Das zeigt ein Blick in die Rezensionen.

Für Heribert Prantl ist Thilo Bodes „Freihandelslüge“ eine „eindrucksvolle Philippika“. In der Süddeutschen Zeitung wünscht er sich, „es gäbe einen TTIP-Befürworter, der es vermag, Positiva so packend zu schildern, wie dies Bode bei den Negativa gelingt.“

Die meisten Rezensenten bewerten die aufklärerische Streitschrift des foodwatch-Geschäftsführers als packend und überzeugend. Die Rheinische Post sieht in der „Freihandelslüge“ und dem zeitgleich erschienen Buch „Der große Ausverkauf“ des Journalisten Franz Kotteder eine neue Chance für die Debatte um das geplante Freihandelsabkommen: „Mit diesen ebenso faktenreichen wie engagierten Büchern bekommt die Debatte mit Sicherheit mehr Schwung und auch die bisherige Geheimhaltungstaktik der Politik immer mehr Risse.“ kultur-punkt.ch hält die „Freihandelslüge“ gar für „eine unentbehrliche Schrift – für jeden von uns essentiell.“

„Erstaunlich“: TTIP-Buch stürmt die Bestsellerlisten

Doch nicht nur in den Politikredaktionen und Feuilletons kommt das Buch an – sondern auch beim Publikum. Seit Wochen hält es sich in den Top 5 der „Spiegel“-Bestsellerliste. „Die Freihandelslüge“ hat „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ des französischen Ökonomen Thomas Piketty als erfolgreichstes Wirtschaftsbuch abgelöst. Und das trotz der komplexen Thematik TTIP. Damit die Bestsellerlisten zu stürmen – „erstaunlich“, befand auch Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakob. Er nahm den Erfolg und die nach der Buchveröffentlichung entfachte Debatte zum Anlass, TTIP zum Titelthema der Wochenendausgabe vom 10. April 2015 zu machen, zwölf Sonderseiten und ein Interview mit Thilo Bode inklusive.

Kritischer als andere Rezensenten bewertet die Badische Zeitung das Buch: „Wer durchhält, bekommt einen brauchbaren Überblick über die Argumente der TTIP-Gegner – mehr aber nicht“, heißt es in dem Blatt. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht in dem „flüssig und mit Verve geschriebene(n) Buch“ vor allem eine „willkommene Gelegenheit zur Abrechnung“ und bleibt im Tenor kritisch. Thilo Bode schreibe „in Ich-Form“, kritisiert die FAZ, „was dem Ganzen logischerweise einen subjektiven Geschmack gibt, für ein Sachbuch aber unangemessen ist“. Doch auch der FAZ-Autor erkennt an, dass das der Autor "TTIP-befürwortende Studien auseinander[nimmt], die tatsächlich auf wackeligen Füßen stehen. Teilweise entlarvt er auch die Doppelzüngigkeit deutscher Politiker wie Sigmar Gabriel (SPD).“

Lesermeinungen zu „Die Freihandelslüge“

Nicht nur Journalisten berichten vielfach über ihre Lektüreerfahrungen, sondern auch Leser – die meisten äußern sich begeistert: „Glaubt man den TTIP-Befürwortern so wird das Abkommen weniger Bürokratie, niedrigere Zölle, Vereinheitlichung der Standards, größeren Absatz und massenweise neue Arbeitsplätze schaffen. […] Mit dieser schönen neuen TTIP-Welt räumt Thilo Bode gehörig auf und entlarvt das Abkommen als das, was es ist: eine Mogelpackung bzw. eine Lüge.“ Das Buch zeigt, dass es nicht um eine generelle Kritik am Freihandel geht, sondern einer weiteren Lesermeinung zufolge, „dass es bei dem geplanten Abkommen eigentlich gar nicht um Freihandel geht, sondern um das Bestreben der großen Konzerne, Einfluss auf die gesetzgeberischen Gestaltungsmöglichkeiten der EU zu nehmen und zu verhindern, dass der Staat zu viel reguliert – zu Lasten von Verbrauchern und Umwelt. Das gezeigt zu haben, ist das wichtige Verdienst des Buches.“

„Die Freihandelslüge" – jetzt im Handel 

Das neue Buch von Thilo Bode ist fast überall im Buchhandel erhältlich. Das Honorar von Thilo Bode fließt ausschließlich direkt in die Arbeit von foodwatch. „Die Freihandelslüge“ ist auch online zu bestellen, zum Beispiel bei einem der folgenden Anbieter:

Bei Fairbuch.de bestellen

Bei Ecobookstore.de bestellen

Bei Bücher.de bestellen

Bei Buch7.de bestellen

Bei Buch.de bestellen

Bei Weltbild.de bestellen

Die Freihandelslüge: Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet

Thilo Bode
Deutsche Verlags-Anstalt
München 2015
272 Seiten, 14,99 Euro

 
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„Die Freihandelslüge“ als Taschenbuch

In seinem Buch „Die Freihandelslüge“ analysiert Thilo Bode die Folgen von CETA und TTIP. Eine aktualisierte Ausgabe ist im Juni 2016 als Taschenbuch erschienen (DVA, 272 Seiten, 9,99 €).

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