Mercosur-Abkommen: Stoppen Sie das neue TTIP!

Unterschriften aus

TTIP und CETA lassen grüßen: Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU derzeit mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) über ein neues Handelsabkommen. Wie TTIP und CETA hätte auch das Mercosur-Abkommen negative Folgen für Verbraucherrechte, Umweltstandards und die Demokratie! Schutzstandards für Verbraucher und Umwelt sowie demokratische Prinzipien sollen zu Lasten der Menschen in Südamerika und Europa geopfert werden.

Die Verhandlungen stehen kurz vor ihrem Abschluss – und die Öffentlichkeit soll keine Details erfahren, bis der Vertrag unter Dach und Fach ist. Protestieren Sie jetzt und schreiben Sie an EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström! 

foodwatch hat die Aktion am 21.2.18 in Deutschland gestartet, am 23.2. in den Niederlanden und am 29.2. in Frankreich. 

Petitions-Text lesen

Sehr geehrte Frau Kommissarin Malmström,

die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Staatenbund Mercosur (Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay) sind fast abgeschlossen. Ich bin zutiefst besorgt über das Abkommen, weil es eine ähnliche Bedrohung für Verbraucher-, Umwelt- und Gesundheitsstandards darstellt wie die Abkommen mit den USA (TTIP) oder Kanada (CETA). 

Das Mercosur-Abkommen untergräbt beispielsweise das Europäische Vorsorgeprinzip – eines der wichtigsten Errungenschaften im Umwelt- und Lebensmittelrecht. Das Abkommen könnte auch demokratische Entscheidungen darüber gefährden, welche Lebensmittel künftig in unseren Supermarktregalen verkauft werden dürfen (Gentechnik, Pestizide usw.)

Die EU-Kommission plant, die Einfuhrmengen für Rindfleisch, Geflügel und Zucker aus Südamerika zu erhöhen. Das hätte dort erhebliche Folgen für Landwirtschaft, Umwelt und die Menschenrechte. Eine Ausweitung der Fleischproduktion würde beispielsweise zu verstärkter Abholzung des Regenwalds, höheren Treibhausgasemissionen und Grundwasserverschmutzung führen. Auf Zuckerrohr- und Sojabohnenplantagen sind bereits jetzt Verstöße gegen internationale Arbeitsnormen unter Missachtung grundlegender Menschenrechte weit verbreitet – mit dem Abkommen könnten sie noch häufiger werden.

Sehr geehrte Frau Kommissarin Malmström, unter keinen Umständen darf das EU-Mercosur-Abkommen in Kraft treten! Ich bitte Sie, das Abkommen zu stoppen und die Verhandlungen einzustellen.

Die Handelspolitik der EU sollte sich an den Bedürfnissen und Rechten der Menschen und der Umwelt orientieren, nicht an den Interessen multinationaler Konzerne.

Mit freundlichen Grüßen

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Dear Commissioner Malmström,

Negotiations on the free trade agreement between the EU and the Mercosur trade bloc (Argentina, Brazil, Uruguay and Paraguay) are nearing completion. I am deeply concerned about this mega-deal, as it would pose similar threats to consumer, health and environmental standards as the free trade agreements with the U.S. (TTIP) and Canada (CETA).

For example, the EU-Mercosur Agreement includes provisions that undermine the European precautionary principle – one of the EU’s most important achievements in terms of food safety and health standards. The Agreement could also jeopardise democratic decisions concerning what is permitted on our supermarket shelves (GMO products, pesticide residues etc.).

The EU is offering tariff-rate quotas for beef, poultry and sugar. As a result, the share of European agri-food imports from Mercosur would increase, with significant consequences for the agricultural sector, the environment and human rights. For example an expansion in meat production, giving rise to higher levels of deforestation, greenhouse gas emissions and groundwater contamination. Violations of international labour standards in the agri-food sector, e.g. on sugar-cane and soybean plantations, are already common, and their incidence would likely increase.

Commissioner Malmström, under no circumstances should the EU-Mercosur agreement be allowed to enter into force! I am asking you to stop this trade deal and all other trade agreements that pose a major threat to consumer health and safety. 

The EU’s trade policy should focus on the needs and rights of people and our planet, not the interests of multinational corporations.

Kind regards

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Diese E-Mail wird an folgende Empfänger verschickt:

EU-Kommissarin für Handel Cecilia Malmström