Für mehr Klarheit auf der Speisekarte!

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Unterschriften. Sind Sie schon dabei?

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie ist völlig unzureichend und führt die Gäste hinters Licht. Im Restaurant ist oft nicht zu erkennen, ob das Essen aus frischen Zutaten ge­kocht oder nur aufgewärmt und voller Zusatzstoffe ist. Fordern Sie klare Kennzeichnungsregeln für die Gastronomie!

Während im Supermarkt der Blick auf die Zutatenliste Aufschluss über die Inhaltsstoffe gibt, tapppen Gäste in Kantinen und Restaurants im Dunkeln. Die Zutaten, einschließ­lich umstrittener Zusatzstoffe oder Aromen, werden auf der Speisekarte verschwiegen.

Fordern Sie mit uns, die Kennzeichnungs­vor­schriften in der Gastronomie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen!

foodwatch hat diese E-Mail-Aktion am 27. Mai 2010  gestartet.

Lesen Sie den vollständigen E-Mail-Text

Sehr geehrter Herr Minister Schmidt,

die Bundesregierung spricht sich regelmäßig dafür aus, dass Verbraucher über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln transparent informiert werden sollen. „Wir werden die Klarheit von Zutatenlisten, Abbildungen und Bezeichnungen verbessern“, heißt es dazu im Koalitionsvertrag. Bitte setzen Sie diese Ankündigung in die Tat um!

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie ist völlig unzureichend und führt die Gäste hinters Licht. Ob in einer Küche frisch gekocht oder nur ein industriell erzeugtes Fertiggericht aufgewärmt wird, ist für die Gäste in Restaurants oder Kantinen nicht zu erkennen. Die in der industriellen Rezeptur verwendeten Zutaten, einschließlich umstrittener Zusatzstoffe, Aromen oder Palmfett, werden auf der Speisekarte verschwiegen. Informationen, die bei verpackten Lebensmitteln selbstverständlich in der Zutatenliste stehen, werden den Verbrauchern in der Gastronomie vorenthalten. Diese Intransparenz schadet nicht nur den Kunden, sondern auch den Küchen, die ihren Gästen mit frisch zu bereiteten Mahlzeiten echte Qualität bieten.

Ich fordere Sie auf, die Regelungen für die Gastronomie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen:

  • In Gaststätten und Kantinen muss eine vollständige Zutatenliste aller Gerichte inklusive aller verwendeten Zusatzstoffe gut sichtbar aushängen oder auf Nachfrage für den Gast einsehbar sein. In Bäckereien ist dies bereits heute vorgeschrieben.

  • Werden in der Gastronomie Convenience-Produkte verwendet, muss die komplette Zutatenliste in der Speisekarte wiedergegeben werden. Gerade in der Systemgastronomie wie bei der Deutschen Bahn ist dies problemlos möglich.

Die Deutsche Bahn hat auf die foodwatch-Kritik an mangelnder Transparenz im Speisewagen bereits reagiert. Im Dezember 2010 kündigte sie an, alle Zutaten und Zusatzstoffe der Gerichte im Bordrestaurant in einer Broschüre darzustellen und diese auf den Tischen auszulegen.

Sehr geehrter Herr Minister Friedrich, sorgen Sie mit klaren Vorgaben dafür, dass diese Transparenz Standard in der Gastronomie wird!

Mit freundlichen Grüßen

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Diese E-Mail wird an folgende Empfänger verschickt:


Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt