Frau Merkel, sagen Sie Nein zu Glyphosat!

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Unterschriften. Sind Sie schon dabei?

Die EU-Kommission will den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für weitere zehn Jahre zulassen. Weitere zehn (!) Jahre Glyphosat, das die WHO-Krebsforschungsagentur als „wahrscheinlich krebserregend“ einstuft! Jetzt können nur noch die Mitgliedsstaaten die Neuzulassung stoppen. Frankreich hat bereits angekündigt, gegen Glyphosat zu stimmen. Die Bundesregierung ist indes zerstritten: Umweltministerin Barbara Hendricks ist gegen die Zulassung, Landwirtschaftsminister Christian Schmidt ist dafür – jetzt kommt es auf Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Fordern Sie Frau Merkel auf dafür zu sorgen, dass Deutschland Nein sagt zu Glyphosat! 

foodwatch hat diese Aktion am 21.07.2017 gestartet.

Petitions-Text lesen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

die Europäische Union muss in Kürze über eine neue Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat entscheiden, der in vielen Unkrautvernichtungsmitteln eingesetzt wird. Ich fordere Sie auf dafür zu sorgen, dass Deutschland mit Nein stimmt!

Die Wissenschaft liefert keine eindeutige Risikobewertung: Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält Glyphosat für „wahrscheinlich krebserregend“ beim Menschen, die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) kommt zu einer anderen Einschätzung. In dieser Situation muss das Vorsorgeprinzip aus der EU-Basisverordnung 178/2002 greifen. Das bedeutet: Solange die gesundheitlichen Auswirkungen von Glyphosat wissenschaftlich umstritten sind, muss im Zweifel zum Schutze der Verbraucherinnen und Verbraucher gehandelt werden. Ein Risiko für die Gesundheit der Menschen darf nicht eingegangen werden. Für eine Neuzulassung von Glyphosat fehlt also die Grundlage.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wenden Sie das Vorsorgeprinzip konsequent an. Das heißt: 

  • Glyphosat darf angesichts des wissenschaftlichen Streits nicht erneut zugelassen werden;
  • Grundsätzlich muss allen potenziell schädlichen Wirkstoffen für Pflanzenschutzmittel die Zulassung entzogen werden, sobald es substantielle Hinweise auf gesundheitliche Risiken gibt;
  • bei künftigen Zulassungsverfahren dürfen nur noch solche Einzelwirkstoffe und Präparate als Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, die transparent und unabhängig toxikologisch bewertet wurden und bei denen keine substantiellen Hinweise auf gesundheitliche Risiken für die Verbraucherschaft vorliegen.

Mit freundlichem Gruß

 

 

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Diese E-Mail wird an folgende Empfänger verschickt:

Bundeskanzlerin Angela Merkel


 

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