Glacéau Smartwater von Coca-Cola: Siebenmal mehr Geld für viel heiße Luft

Glacéau Smartwater von Coca-Cola

Das Glacéau Smartwater von Coca-Cola ist nicht besser als ein stinknormales Mineralwasser – aber bis zu siebenmal teurer. Smart ist höchstens das Marketing, mit dem Coca-Cola sich am Grundnahrungsmittel Nummer eins bereichert. Hinter der Werbebotschaft „von Wolken inspiriert“ steckt ein völlig überflüssiger Trick: Das Wasser wird zuerst verdampft und dann wieder aufgefangen. Dabei verloren gegangene Mineralstoffe werden später künstlich wieder hinzugefügt. Ein ernährungsphysiologisch völlig sinnloser Vorgang, den sich Coca-Cola teuer bezahlen lässt.

Hersteller Coca-Cola bewirbt sein Tafelwasser „Smartwater“ als „Vapour distilled natural mineral water for a pure, crisp taste“ („Dampf-destilliertes natürliches Mineralwasser für einen puren knackigen Geschmack“) und als „inspired by clouds“ („von Wolken inspiriert“). Coca-Cola beschreibt das Verarbeitungsverfahren des Smartwaters so: „Wir lassen natürliches Mineralwasser verdampfen und kondensieren und fügen dann Mineralsalze hinzu, um Smartwater seinen klaren und frischen Geschmack zu verleihen.“

Den angeblich durch das Verfahren erzielten „knackigen Geschmack“ lässt sich Coca-Cola teuer bezahlen: Während das Smartwater im Einzelhandel 1,65€ pro Liter kostet, sind vergleichbare Produkte anderer Hersteller um ein Vielfaches preiswerter: Das stille Mineralwasser von ja! kostet beispielsweise nur 0,22€/Liter, das Spreequell Mineralwasser Naturell 0,55€/Liter und das Gerolsteiner Mineralwasser Naturell 0,92€/Liter.

Hat Coca-Cola dafür den Goldenen Windbeutel verdient, den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres?

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Zuletzt geändert am 06.11.2018
 
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