McDonald's & Co. raus aus den Schulen!

Bild: fotolia.com, Markus Mainka/Ramona Heim, Montage: foodwatch
Unterschriften. Sind Sie schon dabei?

Das „Bündnis für Verbraucherbildung“, getragen von der Stiftung Verbraucherschutz und unterstützt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, will Kindern schon in Grundschulen Ernährungsbildung vermitteln. Eigentlich eine gute Sache. Nur: An dem Bündnis sind auch Unternehmen wie McDonald’s, Rewe oder Metro beteiligt. Wir meinen: Der Staat darf Ernährungsbildung nicht Unternehmen überlassen, die eher Experten für Quengelkassen und Fast-Food sind und wirtschaftliche Interessen verfolgen. Wir fordern: Keine Konzerne im „Bündnis für Verbraucherbildung“ – McDonald's & Co. raus aus den Schulen! Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Bundesminister Christian Schmidt und die Chefs der Stiftung Verbraucherschutz!

foodwatch hat diese E-Mail-Aktion am 13. März 2013 gestartet.

Lesen Sie den vollständigen E-Mail-Text

Sehr geehrter Herr Schmidt, sehr geehrter Herr Siebenkotten, sehr geehrter Herr Fischer,

aus gutem Grund gehört Bildung zu den hoheitlichen Aufgaben des Staates. Auch wenn man es für richtig hält, in den Schulen schon kleinen Kindern Ernährungsbildung zu vermitteln, so sollte dies ausschließlich Aufgabe der Schulen und der Lehrer bleiben und nicht dem Einfluss von Unternehmen ausgesetzt sein.

Sie haben mit der Stiftung Verbraucherschutz die Initiative für das „Bündnis für Verbraucherbildung“ ins Leben gerufen, zu dessen Zielgruppe ausdrücklich Schüler und Schulen gehören. An dem Bündnis sind neben vielen anderen Unternehmen auch McDonald’s, Edeka, Rewe und Metro beteiligt – unter anderem durch ihre Mitfinanzierung des Bündnisses. Damit begibt sich der Staat bei der Erfüllung seiner hoheitlichen Aufgaben in die Abhängigkeit von Konzernen, die in erster Linie ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen vertreten. Das ist nicht akzeptabel, es schadet unserer Demokratie!

An jeder Ecke und auf alle erdenklichen Arten bringt die Lebensmittelwirtschaft Kinder heutzutage dazu, einen ungesunden Ernährungsstil zu lernen – durch ein unausgewogenes Produktangebot und dessen aggressive Vermarktung direkt an Kinder. Mit dieser falschen ‚Ernährungsbildung‘ sehen sich Eltern und Lehrer ständig konfrontiert.  

Die Erfahrung der Vergangenheit hat gezeigt: Selbst dann, wenn Unternehmen keinen direkten Einfluss – zum Beispiel auf Lehrangebote oder Unterrichtsmaterialien – nehmen, missbrauchen sie ihre Unterstützung als Feigenblatt: Sie finanzieren Ernährungsbildung, sie fördern Sport- und Bewegungsprogramme – und entziehen sich mit dem Verweis auf dieses Engagement ihrer eigenen Verantwortung für die Gesundheit von Kindern. Diese liegt im Angebot ausgewogener Produkte und in einem verantwortungsvollen Umgang mit Werbung. Auch nutzen Unternehmen vermeintlich selbstloses Engagement als Argument gegen alle Regulierungsmaßnahmen des Staates, die angesichts der grassierenden Fehlernährung von Kindern notwendig werden.

 

Geben Sie den Unternehmen kein Feigenblatt in die Hand! Unterstützen Sie Ernährungsbildung – aber lassen Sie McDonald’s, Edeka & Co. keinen Einfluss auf das Lehrangebot in Schulen haben!

Ich fordere Sie auf: Beenden Sie die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden im „Bündnis für Verbraucherbildung“!

Mit freundlichen Grüßen

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Diese E-Mail wird verschickt an: 

Bundesminister Christian Schmidt und seinen Pressesprecher Jens Teschke

Lukas Siebenkotten und Julian Fischer, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Stiftung Verbraucherschutz