Schluss mit Schleichwerbung in der Schule!

Bild: fotolia.com/Contrastwerkstatt, Montage: foodwatch
Unterschriften. Sind Sie schon dabei?

Erst Biologiestunde mit Ritter Sport, dann Kochunterricht mit Dr. Oetker: Mit kostenlosen Lehrmaterialien schleichen sich Unternehmen auf dreiste Art in die Klassenzimmer. Zwar gibt es für die Ernährungsbildung längst hervorragendes, unabhängig erstelltes Material, beispielsweise von dem staatlich finanzierten aid Infodienst – aber Lehrerinnen und Lehrer müssen dafür bezahlen! Für Lebensmittelfirmen ist das eine Einladung für Schleichwerbung im Klassenzimmer: Sie bieten Unterrichtsblätter gratis an – versteckte Werbebotschaften inklusive. Unterzeichnen Sie unsere Protestaktion an die Kultusminister der Bundesländer: Werbliche Unterrichtsmaterialien an Schulen müssen verboten, staatlich finanzierte Lehrmaterialien kostenfrei an Lehrer abgegeben werden!

foodwatch hat diese E-Mail-Aktion am 23. Februar 2015 gestartet.

Lesen Sie den vollständigen E-Mail-Text

Sehr geehrte Ministerinnen und Minister, sehr geehrte Senatorinnen und Senatoren,

es ist wichtig, dass Kindern in der Schule Wissen über Lebensmittel und Ernährung vermittelt wird. Viel zu oft allerdings dient Ernährungsunterricht Lebensmittelfirmen als Einfallstor für versteckte Marketingmaßnahmen. Zwar gibt es für die Ernährungsbildung über alle Klassenstufen hinweg längst hervorragendes, unabhängig erstelltes Material, beispielsweise von dem von der Bundesregierung finanzierten aid Infodienst – Lehrer können dies jedoch in der Regel nur gegen Gebühr bestellen.

Das ist eine Einladung für Schleichwerbung im Klassenraum: Lebensmittelhersteller und Wirtschaftsverbände geben ihre oft stark werblichen oder interessengeleiteten Broschüren kostenfrei ab. Durch die kostenlosen Unterlagen werden schon kleine Kinder in den Schulen direkten oder subtilen Werbe- und Lobbyeinflüssen ausgesetzt.

Gerade in der Obhut staatlicher Lehrer müssen Kinder vor Vermarktungsinteressen geschützt werden. Wir fordern Sie daher auf: Werbliche bzw. von Lebensmittelunternehmen und -verbänden gesponserte Materialien an Schulen müssen verboten werden. Bund und Länder müssen zudem eine Lösung dafür finden, dass die staatlich finanzierten Materialien kostenfrei abgegeben werden.

Schulen müssen werbe- und suggestionsfreie Räume werden!

Mit freundlichen Grüßen

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Diese E-Mail wird verschickt an: 

Die für Bildung zuständigen Mitglieder der Kultursministerkonferenz