Warum Gesetze Unternehmen besser schützen als Kunden

Foto: foodwatch/Frank Weinert

Das ist das Problem

Giftpanscher bleiben straffrei, riskante Schlachtabfälle werden mit farblosen Farben markiert, Testpflichten für Unternehmen sind lückenhaft – an zahlreichen Beispielen zeigt sich: Das Lebensmittelrecht in Deutschland und der EU schützt die Interessen der Unternehmen oft besser als die der Verbraucher. Der einzelne Verbraucher muss machtlos zuschauen, wie die Nahrungsmittelindustrie der Politik die Spielregeln diktiert. Anstatt wirksame Gesetze für einen besseren Verbraucherschutz durchzusetzen – auch gegen den Einfluss der Lebensmittel-Lobby –, scheuen Politiker in Brüssel und Berlin den Konflikt mit der Wirtschaft.    

Das ist der Stand

Egal ob Pferdefleisch in der Rindfleisch-Lasagne oder Dioxin im Frühstücksei: Regelmäßig kommt es zu neuen Lebensmittelskandalen. Doch Industrie und Politik wiederholen mantra-artig, Lebensmittel seien noch nie so sicher gewesen wie heute. Ein Blick auf die teils hoffnungslos absurde Gesetzgebungspraxis zeigt aber, dass es eine Vielzahl von Risiken gibt, die leicht vermieden werden können.

Das fordert foodwatch

Die geltenden Gesetze im Lebensmittel- und Futtermittelbereich müssen dafür sorgen, dass alle Lebensmittel sicher sind und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Das Lebensmittelrecht muss die Rechte der Verbraucher schützen – und nicht einseitig die der Industrie. Verbraucher müssen beim Essen das Sagen haben und wissen, was in Lebensmitteln drin ist.

Unterstützen Sie foodwatch im Kampf gegen TTIP!

Eine geplante Bürgerinitiative wurde abgelehnt, verhandelt wird hinter verschlossenen Türen: Das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) ist ein Angriff auf unsere Demokratie! Mehr Infos

Ja, ich will foodwatch im Kampf gegen TTIP als Mitglied unterstützen: 

Zuletzt geändert am 03.03.2016