Arbeiterkammer Oberösterreich testet Schoko-Nikoläuse

24.11.2016

Bei einer Laboruntersuchung der Arbeiterkammer Oberösterreich sind in mehreren Schokoladen-Nikoläusen Verunreinigungen mit Mineralöl festgestellt worden. Sieben von 17 Produkten enthielten gesättigte Mineralöle (MOSH), zum Teil in erheblicher Konzentration. 

Aromatische Mineralöle (MOAH) stehen im Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu wirken. MOAH wurde in keinem von der Arbeiterkammer (AK) getesteten Nikolaus nachgewiesen. Allerdings hat das von der Arbeiterkammer beauftragte Labor mit einer sehr hohen Nachweisgrenze gearbeitet, so dass mögliche geringe – aber dennoch gesundheitsrelevante – MOAH-Konzentrationen nicht entdeckt worden wären.

Gesättigte Mineralöle (MOSH) reichern sich in Organen an und können diese schädigen. Hohe Belastungen an MOSH wiesen im Test drei der 17 Produkte auf, hergestellt von Hauswirth, Friedel und Heidi. Vier weitere Schokoladen-Nikoläuse waren ebenfalls messbar mit MOSH verunreinigt. Welche der Produkte auch in Deutschland verkauft werden, ist foodwatch nicht bekannt.

Teuer ist nicht besser

Der Test zeigt erneut, dass der Preis kein Indikator für die Sicherheit der produkte ist: Manch teurer Weihnachtsmann war laut Arbeiterkammer hoch belastet, günstige dagegen unbelastet. Mineralölverunreinigungen sind vielmehr ein Problem der gesamten Branche – und damit des Gesetzgebers, der durch den Erlass von Grenzwerten dafür sorgen kann, die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen.

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