Keine Lockerung der Grenzwerte von Quecksilber!

Africa Studio/alswart/AlenKadr - fotolia.com // Montage: foodwatch/Dirk Heider
Unterschriften aus

Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall. Durch Abgase von Kohlekraftwerken landet es in Meeren, Flüssen, Seen – und so auch in Fischen. Besonders belastet sind große Raubfische, die am Ende der Nahrungskette stehen, wie Schwert- und Thunfische. Aber auch in kleineren Fischen wie Lachsen und Forellen ist das Nervengift zu finden. Die Belastung ist so hoch, dass das Bundesumweltministerium Schwangeren vom Verzehr einiger Fischarten ausdrücklich abrät. Trotzdem will die EU-Kommission nun die zulässigen Höchstwerte bei den hoch belasteten Raubfischen verdoppeln – und so zulassen, dass hoch belasteter Fisch auf unseren Tellern landet! Fordern Sie die EU-Kommission jetzt auf, die Grenzwerte nicht der Belastung anzupassen, sondern dafür zu sorgen, dass weniger Quecksilber freigesetzt wird! 

foodwatch hat diese Aktion am 16. September 2015 in den Niederlanden und Deutschland gestartet. 

Lesen Sie den vollständigen E-Mail-Text

Dear Mr Andriukaitis,

Mercury is a highly toxic heavy metal that contaminates water and is therefore found in particularly high levels in fish.

The currently applicable maximum levels for mercury, as established by Regulation (EC) 1881/2006, must be maintained without change, especially for the most highly contaminated fish species, the predatory fish at the top of the food chain (e.g. tuna, swordfish and shark species). Any raising of these maximum levels would increase health risks for consumers. Furthermore, these risks cannot be mitigated through the introduction of stricter limits for fish species with “naturally” low levels of contamination. The mercury levels in these fish are already so low, that a further reduction of the applicable limits would have no affect whatsoever on consumer exposure.

Under no circumstances may consumer exposure to toxic mercury be increased.

I also call upon the EU to systematically reduce mercury emissions by implementing the measures set out in the United Nations Minamata Convention – the global treaty on mercury pollution (entry into force expected for late 2016) – as quickly as possible in its spheres of authority and influence. In particular, the use of heavy-metal-containing pesticides must be banned at the earliest possible opportunity, and mercury pollution from coal combustion in the energy sector must be stopped.

Sincerely,

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Sehr geehrter Herr Andriukaitis, 

Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, das aufgrund entsprechender Einträge in Gewässer vor allem Fische belastet.

Die bisher geltenden Quecksilberhöchstgehalte müssen insbesondere für die besonders hoch belasteten Fischarten, die am Ende der Nahrungskette stehenden Raubfische (wie z.B. Thun-, Schwertfisch und Hai) in unveränderter Form gemäß EU-Verordnung 1881/2006 erhalten bleiben. Eine Heraufsetzung hätte eine höhere gesundheitliche Belastung der Verbraucher und Verbraucherinnen zur Folge. Dies kann auch nicht durch die Einführung strengerer Höchstwerte für „natürlicherweise“ besonders niedrig belastete Fischarten ausgeglichen werden. Denn diese Fische sind tatsächlich sehr gering mit Quecksilber belastet.

Die Verbraucherbelastung mit gesundheitsschädlichem Quecksilber darf auf keinen Fall erhöht werden!

Ich fordere die EU auf, die in der „Minamata“-Konvention - das weltweite Übereinkommen zu Quecksilber - der Vereinten Nationen (voraussichtliches Inkrafttreten Ende 2016) verankerten Maßnahmen schnellstmöglich in ihrem Zuständigkeits- und Einflussbereich durchzusetzen und so den Quecksilber-Ausstoß konsequent zu reduzieren. Insbesondere der Einsatz von schwermetallhaltigen Pestiziden (chemischen Pflanzenschutzmitteln) muss schnellstmöglich verboten und der Quecksilberausstoß durch die Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung konsequent beendet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Nachname (wird automatisch eingefügt)

Diese E-Mail wird an folgende Empfänger verschickt:

EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittel Vytenis Andriukaitis


 

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