Verbraucherministerium bestreitet Probleme bei „Sauerstoff-Fleisch“

02.08.2010

„Keine Gesundheitsgefahr“ – mit einer schnellen Einschätzung will das Bundesverbraucherministerium die durch foodwatch-Recherchen entstandene Diskussion über Fleisch in Schutzatmosphäre-Verpackungen beenden. Doch damit widerspricht es den Wissenschaftlern, die im Auftrag des Ministeriums zu ganz anderen Ergebnissen kommen.

Für das Bundesverbraucherministerium steht das Urteil früh fest. „Es besteht keine Gesundheitsgefahr, wenn das frisch verpackte Fleisch mit einem bestimmten Gasgemisch angereichert wird“, ließ sich eine Ministeriumssprecherin heute Vormittag von der Nachrichtenagentur dpa zitieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte foodwatch die Ergebnisse seines Labortests gerade erst veröffentlicht. Die eilige Einschätzung des Verbraucherministeriums erstaunt umso mehr, als sie exakt das Gegenteil dessen darstellt, was das Max-Rubner-Institut (MRI) seit Monaten publizierte. Jenes anerkannte und staatliche Forschungsinstitut also, das eben diesem Verbraucherministerium unterstellt ist. Zudem hatte das Ministerium gegenüber Journalisten noch erklärt, das Thema bislang überhaupt „nicht auf dem Radar“ zu haben, wie Spiegel Online zusammenfasst.

 
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