Schluss mit der Frische-Illusion durch Sauerstoff!

Unterschriften. Sind Sie schon dabei?

Wird Frischfleisch hochkonzentriertem Sauerstoff ausge­setzt, zum Beispiel in Plastikverpackungen mit „Schutz­atmo­sphäre“, hat das für die Verbraucher nur Nachteile. Auch Tage altes Fleisch sieht täuschend aus wie schlacht­frisch, außerdem wird Fleisch unter dem Einfluss von hochkonzentriertem Sauerstoff schneller zäh und ranzig. Wissenschaftler des staatlichen Max-Rubner-Instituts berichten zudem von der verstärkten Bildung gesund­heitsgefährdender Cholesteroloxide. Die Handels­ketten kennen diese Nebenwirkungen und Risiken, dennoch hübschen sie Frischfleisch weiterhin systematisch mithilfe der Sauerstoff-Behandlung auf. Der einzige Vorteil liegt darin, dass sie es leichter und länger verkaufen können.

Schreiben Sie an Bundesminister Christian Schmidt (CSU) und fordern Sie ihn auf, den Einsatz von hochkonzentriertem Sauerstoff bei der Behandlung von Fleisch per Verordnung zu verbieten. Unterstützen Sie unsere E-Mail-Aktion!

foodwatch hat diese E-Mail-Aktion am 2. August 2010 gestartet.

Lesen Sie den vollständigen E-Mail-Text

Sehr geehrter Herr Minister Schmidt,

Frischfleisch wird im Handel zunehmend in Plastikverpackungen „unter Schutzatmosphäre" verkauft. Häufig wird dabei ein hochgradig mit Sauerstoff angereichertes Gasgemisch verwendet. Es sorgt dafür, dass das Fleisch auch nach Tagen noch rosig-frisch aussieht. Das staatliche Max-Rubner-Institut, das Ihrem Ministerium untersteht, hat die Auswirkungen solcher Sauerstoffatmosphäre jedoch in mehreren Publikationen, die Ihnen bekannt sein dürften, als „unstrittig" nachteilig bezeichnet: Das Fleisch wird den Wissenschaftlern zufolge zäh und ranzig, auch die Bildung gesundheitsgefährdender Cholesteroloxide wurde festgestellt. Nicht zuletzt stellt die kosmetische Behandlung von Fleisch eine Irreführung der Verbraucher dar, denen Tage altes Fleisch optisch wie schlachtfrisches präsentiert wird.

Das europäische Recht lässt eine Verpackung von Fleisch in künstlicher Atmosphäre ausdrücklich zu. Es macht jedoch keine Vorgaben, welche Gase oder Gasgemische eingesetzt werden. Damit hat die Bundesregierung die Kompetenz, nationale Regelungen zu treffen.

Sehr geehrter Herr Minister Friedrich, für die Verbraucher hat der Einsatz von Sauerstoff-Atmosphäre nur Nachteile. Das Max-Rubner-Institut sieht sowohl in der Verwendung von Stickstoff-Kohlendioxid-Atmosphäre als auch in Vakuumverpackungen geeignete Alternativen. Ich fordere Sie auf, eine entsprechende Behandlung von Frischfleisch mit hochkonzentriertem Sauerstoff per Verordnung zu verbieten. Hochkonzentrierter Sauerstoff darf auf keiner Stufe des Produktionsprozesses von Fleisch mehr Anwendung finden. Dies muss für die Zusammensetzung von Schutzatmosphären bei Fleischverpackungen gelten, aber auch für die Überdruck-Behandlung von unverpacktem Fleisch.

Mit freundlichen Grüßen

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Diese E-Mail wird verschickt an:

Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt