Promi-Köche und foodwatch starten Smiley-Offensive

21.07.2014

Die Mehrheit der Verbraucher fordert Transparenz über Lebensmittelkontrollen – gescheitert ist das bislang am Widerstand von Wirtschaftsverbänden und Politik. Unterstützt von Promi- und TV-Köchen, sprechen sich jetzt Gastronomen, Hoteliers und Lebensmitteleinzelhändler selbst für eine Veröffentlichung der Ergebnisse von Hygienekontrollen aus. Ziel der von foodwatch gestarteten Initiative: Die Einführung des erfolgreichen dänischen Smiley-Systems auch in Deutschland.

Jahr für Jahr muss jeder vierte besuchte Lebensmittelbetrieb beanstandet werden, vor allem wegen Hygienemängeln. Die Verbraucher erfahren davon in den meisten Fällen jedoch nichts. Ehrlich und sauber arbeitende Betriebe werden nicht belohnt – und die Schwarzen Schafe der Branche können sich hinter nicht veröffentlichten Kontrollergebnissen verstecken.

Deshalb setzt sich foodwatch seit Langem für die Einführung des Symiley-Systems ein: Dabei werden alle Kontrollergebnisse vor Ort in den Betrieben publik gemacht, anhand des Prüfberichts und von Smiley-Logos (von lachend bis weinend) können sich die Verbraucher informieren, ob bei den jüngsten Hygienekontrollen alles bestens war oder nicht.

TV-Köche unterstützen das Smiley-System

Auf der neu gestarteten Internetseite www.smiley-offensive.de zeigen Promi- und TV-Köche, Gastronomen, Hoteliers und Lebensmitteleinzelhändler nun Gesicht für das Smiley. Die Initiative unterstützen unter anderem Johann Lafer, Sarah Wiener, Harald Wohlfahrt, Vincent Klink, Cornelia Poletto, Tim Raue und Nelson Müller. Jeder Gastwirt oder Hotelier, Bäcker oder Metzger, Lebensmittelhändler oder Koch kann sich auf der Website mit Bild und Zitat anschließen und für das Smiley-System aussprechen.

TV-Köchin und Restaurantbetreiberin Cornelia Poletto ruft ihre Kollegen in einem Video dazu auf, mitzumachen: „Mangelnde Hygiene in Restaurants und Supermärkten ist ein absolutes ‚No-Go’! Durch das Smiley-System kann jeder sofort sehen, wie es um die Einhaltung der Lebensmittelvorschriften in Betrieben steht. Liebe Kollegen, die Gastronomie und der Lebensmitteleinzelhandel würden vom Smiley-System nur profitieren – machen Sie mit unter www.smiley-offensive.de.


Auch das Bestellportal Lieferheld, das ein Netzwerk von mehr als 7.000 Restaurants repräsentiert, unterstützt die Initiative. CEO David Rodriguez: „Ich bin für das Smiley-System, weil wir allen Lieferheld-Kunden die Suche nach vorbildlichen Lieferdiensten in Sachen Hygiene und Lebensmittelqualität erleichtern wollen.

Fairer Wettbewerb statt Schutz Schwarzer Schafe

foodwatch fordert eine Neuausrichtung der Lebensmittelüberwachung nach Vorbild des dänischen Smiley-Systems. foodwatch meint: Die öffentliche Debatte ist verzerrt. Weil einige Lobbyisten sich offenbar als Vertreter der Schmuddelbetriebe verstehen, entsteht der Eindruck, die Lebensmittelwirtschaft sei komplett gegen Transparenz. Richtig ist aber: Viele Betriebe haben erkannt, dass eine Veröffentlichung der Kontrollergebnisse nicht nur Gästen und Kunden, sondern auch ihnen selbst hilft.

Das Smiley-System sorgt für einen fairen Wettbewerb, weil vorbildliche Hygiene sichtbar wird und notorische Verstöße gegen rechtliche Vorgaben öffentlich werden. Es versetzt Kunden in die Lage, die sauberen Betriebe zu belohnen – die Veröffentlichung der Kontrollen wird aber auch die Arbeit von Kontrolleuren und Behörden verbessern. Transparente Lebensmittelkontrollen nutzen jedem.

Aufruf an Lebensmittelbetriebe

Unter www.smiley-offensive.de können ab sofort alle Inhaber gastronomischer Betriebe, Hoteliers, Lebensmittelhändler und das Lebensmittelhandwerk die Aktion unterstützen, indem sie ein Bild von sich oder ihrem Betrieb sowie ein Zitat hochladen.

Verbraucher, die die Smiley-Offensive unterstützen möchten, können diese Ihrem Lieblingslokal unverbindlich per E-Mail weiterempfehlen. Alternativ kann hierfür der Aktions-Flyer ausgedruckt und in möglichst vielen Betrieben ausgelegt werden.

 
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