Antwort auf die E-Mail-Aktion

Während seiner letzten Tage als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft hat Christian Schmidt auf unsere Aktion für eine Wende in der Tierhaltung geantwortet. Die Antwort finden sie hier. Solange die Politik allerdings auf freiwillige Lösungen statt auf gesetzliche Regelungen setzt, führen wir unsere Protestaktion fort. Denn die Zustände in der Nutztierhaltung sind inakzeptabel und freiwillige Initiativen können nicht die Lösung sein, wenn sich ökonomische Interessen gegen das Wohl der Tiere durchsetzen.

Antwort des ehemaligen Landwirtschaftsministers Christian Schmidt auf die E-Mail-Aktion (21.02.2018)

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In seinem Antwortschreiben an foodwatch stimmt der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zwar zu, dass die Zustände in der Nutztierhaltung einer Verbesserung bedürfen, benennt aber ausgerechnet freiwillige Maßnahmen als Lösungsstrategie. In seiner gut vierjährigen Amtszeit hat der Minister in Deutschland keinerlei gesetzliche Initiativen zur Schaffung von tiergerechten Haltungsbedingungen und zur Verringerung von haltungsbedingten Krankheiten auf den Weg gebracht.

Ähnlich auf europäischer Ebene: Hier verweist Herr Schmidt lediglich auf die Verabschiedung von Positionspapieren mit anderen „tierschutzinteressierten Mitgliedstaaten“ und den gemeinsamen Vorschlag zur Einrichtung einer „Europäischen Tierschutzplattform“, die dem besseren Erfahrungsaustausch dienen soll. Im Hinblick auf die foodwatch-Forderung nach klaren, überprüfbaren Zielvorgaben für die Tiergesundheit, verweist er auf eine seit 2013 bestehende Regelung im Tierschutzgesetz, die Eigenkontrollen vorschreibt sowie auf verschiedene Forschungsprojekte zur Entwicklung und praktischen Anwendung solcher Indikatoren. Auf die zentralen Forderungen von foodwatch nach möglichst tierschutzgerechten Haltungssystemen für alle europäischen Nutztiere und einer konkreten Zielvorgabe für die Tiergesundheit geht Schmidt in seinem Schreiben jedoch nicht ein.

Zuletzt geändert am 26.03.2018

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