Schulmilch: Kein Steuergeld für die Extraportion Zucker!

Foto: © Christian Schwier, MP2 – fotolia.com/Montage: Roland Koletzki - foodwatch
Unterschriften

Die EU will aus gesundheitlichen Gründen keine gezuckerte Schulmilch mehr fördern. Doch einige Bundesländer hebeln das aus: Sie haben extra Ausnahmegenehmigungen geschaffen, um gezuckerte Schulmilch weiter fördern zu können! Dabei ist der Zuckerkonsum von Kindern sowieso schon zu hoch und eine Ursache von Übergewicht. Aktuell sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Es ist absurd, in dieser Situation mit Steuergeldern dafür zu sorgen, dass Schulkinder vormittags eine zusätzliche Zuckerration zu sich nehmen. Unser Protest zeigt bereits Wirkung: Hessen hat direkt zugesagt, die Subvention zu stoppen! Fordern sie jetzt Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen auf, diesem Beispiel zu folgen!  

Erster Erfolg: Hessen stoppt Subvention von Zuckermilch »

foodwatch hat die Aktion am 17. August 2018 gestartet.

Petitions-Text lesen

Sehr geehrte Senatorinnen und Senatoren, sehr geehrte Ministerinnen und Minister, 

angesichts der verbreiteten Fehlernährung und der damit verbundenen gesundheitlichen Folgen gilt die Förderung gesunder Ernährung gerade bei Kindern und Jugendlichen als gesellschaftlich anerkanntes, politisches Ziel. Vor diesem Hintergrund kritisieren wir die Ausgestaltung des EU-Schulmilchprogramms in Ihrem Bundesland.

15 Prozent der Kinder und Jugendlichen gelten als übergewichtig – ein wesentlicher Grund dafür ist eine unausgewogene Ernährung. Besonders der zu hohe Konsum gezuckerter Lebensmittel wird von Ernährungswissenschaftlern, Ärzten und etwa der Weltgesundheitsorganisation gleichermaßen bemängelt. Aus gutem Grund sehen die offiziellen, von der Bundesregierung initiierten Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) keine Abgabe von Milchgetränken mit Zuckerzusatz an Schüler vor.

Vor diesem Hintergrund ist es inakzeptabel, dass Ihre Landesregierung weiterhin den Konsum gezuckerter Milchmischgetränke wie Kakao mit staatlichem Geld fördert. Mit Ihrer Politik leisten Sie der Fehlernährung von Kindern Vorschub, anstatt sie zu verhindern. Wir fordern Sie auf, Ihrer Verantwortung für eine gesunde Schulverpflegung gerecht zu werden und das Schulmilchprogramm schnellstmöglich zu korrigieren, so dass der Zusatz von Zucker ausgeschlossen ist. Es muss bei der Schulverpflegung um die Gesundheit der Kinder gehen und nicht um Absatzförderung für Unternehmen und Milchwirtschaft!

Mit freundlichen Grüßen

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Diese E-Mail wird verschickt an: 

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Berlin

Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Berlin

Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

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