Nachricht 18.02.2026

Kinder schützen, Zuckersteuer einführen!

Africa Images via Canva

Vor dem CDU-Parteitag wirbt foodwatch gemeinsam mit Mediziner:innen für eine Abgabe auf überzuckerte Limos. Denn der flüssige Zucker ist besonders schädlich – auch für Kinder.

foodwatch und mehr als 40 Verbände aus Medizin, Kinder- und Verbraucherschutz sind sich einig: Wir brauchen in Deutschland endlich eine Limo-Abgabe! Denn süße Getränke fluten unseren Körper in kurzer Zeit mit enormen Mengen an Zucker. Cola, Limo & Co. sind damit eine wichtige Ursache für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Karies.

Stimmt der Parteitag für Kindergesundheit ab?

Die CDU Schleswig-Holstein hat die Gefahren erkannt: Auf dem CDU-Parteitag am Wochenende will sie einen Antrag für eine Herstellerabgabe auf stark zuckerhaltige Getränke einbringen. Wir unterstützen sie dabei und haben einen offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz, die Bundesregierung und die Delegierten des CDU-Parteitags auf den Weg gebracht. Mit dabei sind viele Ärzteverbände, wie die Bundesärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, sowie das Deutsche Kinderhilfswerk. Denn Limonaden bilden auch eine Hauptquelle des Zuckerkonsums von Kindern. Mit zum Teil schweren Folgen für ihre Gesundheit im zukünftigen Leben.

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind von Übergewicht und Adipositas betroffen. Diese Entwicklung sehen wir Ärztinnen und Ärzte mit großer Sorge. Die Bundesregierung muss endlich handeln und die Zuckersteuer auf den Weg bringen!
Dr. med. Klaus Reinhardt Präsident der Bundesärztekammer

foodwatch fordert: CDU soll auf Ärzt:innen hören

Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen sind sich einig: Die Bundesregierung muss endlich für die Kindergesundheit aktiv werden. Eine Limo-Abgabe kann den Zuckerkonsum über Getränke deutlich reduzieren.  Das könnte Hunderttausende Erkrankungen verhindern und 16 Milliarden Euro Kosten einsparen. Doch Bundesernährungsminister Rainer von der CSU lehnt die Limo-Steuer ab. Obwohl sie wirkt – das zeigt das Beispiel Großbritannien. Dort hat eine Fanta ungefähr halb so viel Zucker wie in Deutschland.