lebensmittelklarheit.de: Ministerium wird Portal weiter fördern
Das Bundesverbraucherministerium (BMELV) wird das Internetportal lebensmittelklarheit.de auch weiterhin fördern. Wie das BMELV heute mitteilte, erhalten die Betreiber des Portals, der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Verbraucherzentrale Hessen, bis Ende 2014 weitere eine Million Euro.
Das Portal lebensmittelklarheit.de ging vor knapp zwei Jahren online und stieß bei den Verbrauchern auf sehr großes Interesse. Sein Erfolg zeigt, wie sehr sich die Verbraucher über die systematische Irreführung vieler Lebensmittelhersteller ärgern. Das Portal und die Arbeit der Verbraucherzentralen haben der öffentlichen Debatte zum Thema Etikettenschwindel geholfen. Die Weiterführung des Portals darf jedoch kein Ersatz für dringend notwendige Gesetzesänderungen sein. Dazu gehören Vorschriften für eine umfassende Herkunftskennzeichnung, lesbare Angaben auf Lebensmittelverpackungen, verbindliche Mengenangaben für beworbene Zutaten, aber auch grundsätzliche Regelungen beispielsweise für Kinderlebensmittel oder zu Gesundheitsaussagen. Aus den Erfahrungen des Portals müssen Lehren gezogen werden.
foodwatch hat deshalb einen 15-Punkte-Plan für nationale wie europäische Regelungen aufgestellt, um legaler Verbrauchertäuschung endlich Einhalt zu gebieten.