Newsletter 13.06.2014

LIDL traut sich

Hallo und guten Tag,

die Mehrheit der Menschen in Deutschland möchte im Internet und an den Eingängen von Restaurants und Lebensmittelgeschäften über die Ergebnisse der letzten Hygiene-Kontrolle informiert werden. Deshalb setzen wir uns seit langem für das Smiley-System ein. Von Politik und Behörden werden wir jedoch im Stich gelassen. Einzig der Berliner Bezirk Pankow ging hier bislang mit gutem Vorbild voran.

Denn seit 2011 hatte der Bezirk Lebensmittelkontrollergebnisse anhand einer Smiley-Kennzeichnung im Internet veröffentlicht. Dabei kam es jedoch immer wieder zu rechtlichen Problemen und der Bezirk sah sich mit Klagen von Unternehmen konfrontiert. Nach einem Gerichtsurteil musste Berlin-Pankow seine Smiley-Liste nun vorerst tatsächlich abschalten. Wieder einmal sind es Unternehmen, die Politik machen – in diesem Fall ein großer Handelskonzern, der die Veröffentlichung trotz positiver Ergebnisse ablehnte. Ein herber Rückschlag für den Vorreiter Pankow und das Smiley-System in Deutschland.

Das wollen wir uns nicht gefallen lassen! Wir wollen die Smiley-Kennzeichnung endlich auf eine sichere gesetzliche Grundlage bringen und bitten Sie deshalb um Ihre Hilfe:

Unterzeichnen Sie noch heute unsere Unterschriftenaktion für ein deutschlandweites Smiley-System: www.foodwatch.de/smiley-aktion

Sie sind schon dabei? Dann empfehlen Sie diese Aktion jetzt unbedingt weiter und leiten Sie diese E-Mail an Ihre Freunde und Bekannten!

NEUES VON UNSEREN THEMEN:

Alkoholfrei? Von wegen!
„Alkoholfreies“ Bier ist meistens nicht frei von Alkohol. Den Alkohol belassen die Brauereien ganz bewusst in der Flasche – aus Geschmacksgründen. Trotzdem pochen sie aber darauf, das Gebräu wahrheitswidrig als „alkoholfrei“ bewerben zu dürfen. Jetzt reagieren Deutschlands Brauereien und wollen einen Hinweis wie „Alk. < 0,5 % vol.“ aufs Etikett drucken. Vermutlich jedoch nur klein auf der Rückseite – vorne auf dem Etikett soll die Irreführung mit dem „Alkoholfrei“-Schriftzug einfach weitergehen. Und es handelt sich hierbei um eine freiwillige Angelegenheit, die für keine Brauerei verpflichtend sein wird. Wir meinen: Der Gesetzgeber muss die Angabe des Alkoholgehaltes für alle Biere verbindlich vorschreiben und klarstellen, dass „alkoholfrei“ selbstverständlich nur sein kann, was auch tatsächlich frei von Alkohol ist.

Eine Umfrage der Brauerei Warsteiner hatte bereits im Jahr 2007 ergeben, dass sich mehr als 80 Prozent der Befragten durch die Bezeichnung „alkoholfrei“ für Biere mit Restalkohol in die Irre geführt fühlen. Seither haben die meisten Brauereien nichts unternommen, um ihre Kunden ehrlich zu informieren. Es geht aber auch anders: Als prominenteste Marke stellt Bitburger ein alkoholfreies Bier her, das tatsächlich frei von Alkohol ist - es wird mit dem Zusatz „0,0%“ beworben.


LIDL „testet“ Kassen ohne Quengelware

Beim Discounter LIDL gibt es nun auch in Deutschland vereinzelt Supermarktkassen ohne Süßigkeiten. Nachdem das Unternehmen die Quengelkassen in Großbritannien bereits erfolgreich in allen Filialen abgeschafft hat, will man es nun auch in „einigen“ deutschen Filialen „testen“. Wir fragen uns: Was gibt es hier noch zu testen? Schokoriegel und Süßigkeiten auf Augenhöhe der Kinder sind für viele Eltern ein unnötiges Ärgernis beim Einkauf. In der Hektik der Kassenzone und inmitten einer Schlange ungeduldiger anderer Kunden ist es für Eltern oft schwer, „Nein“ zu sagen und lange Diskussionen mit ihren Kindern zu führen. Erhöhen Sie jetzt den Druck und fordern Sie LIDL auf, auch in Deutschland komplett auf Quengelware an Supermarktkassen zu verzichten.

www.foodwatch.de/aktion-lidl


100.000 Stimmen gegen versteckte Tiere?
Wer auf tierische Bestandteile in Lebensmitteln komplett verzichten möchte, muss dies auch umsetzen können – ohne Frage. Leider ist es aber immer noch so, dass viele Produkte – Chips, Saft oder Brot – mithilfe versteckter Tierbestandteile wie Lab, Gelatine oder sogar Auszügen aus Schweineborsten hergestellt werden. Auch hier bleibt die Politik untätig: Denn viele dieser tierischen Bestandteile müssen vom Hersteller auf der Verpackung einfach gar nicht angegeben werden. Mehr als 93.000 Menschen fordern deshalb mit uns: Schluss mit versteckten Tieren. Was drin ist muss drauf stehen – ohne Wenn und Aber! Lassen Sie uns gemeinsam 100.000 Stimmen sammeln:

Unterschreiben Sie noch heute - falls Sie noch nicht dabei sind - unsere Online-Petition gegen versteckte Tiere:


www.foodwatch.de/aktion-verstecktetiere

Und leiten Sie diese Nachricht an alle Mitmenschen weiter, die im Supermarkt auch endlich wissen wollen, was sie da eigentlich kaufen.

Klicken Sie sich rein,
Ihr foodwatch-Team

P.S.: Sie sehen – es gibt so viele Themen bei denen wir nicht locker lassen dürfen. Sie wollen noch mehr tun? Dann werden Sie Teil von foodwatch – wir freuen uns auf Sie!


www.foodwatch.de/mitglied-werden