Der „Beschissatlas”

09.07.2012

Nun gut, über den Titel muss man nicht viele Worte verlieren. Doch wer sich davon nicht abschrecken lässt, den belohnt der „Beschissatlas“: mit neuen Erkenntnissen, interessanten Fakten und überraschenden Zusammenhängen. 

Die promovierte Politikwissenschaftlerin Ute Scheub hat für den „Beschissatlas“ eine lesenswerte Datensammlung zusammengetragen, anschaulich aufbereitet durch die Illustrationen von Yvonne Kuschel. In verschiedene Themenbereiche untergliedert – von Naturschutz und Klimawandel, über Migration, Bildung und Gesundheit bis zur modernen Arbeitswelt – finden sich zahlreiche Beispiele für gesellschaftliche und globale Ungerechtigkeiten. Auch die Ernährungsindustrie ist Thema. Hier konnte foodwatch mit seiner Expertise helfen. An einigen Stellen des Buches hätte man sich eine stärkere inhaltliche Einordnung gewünscht; die Auswahl der Wissenshappen wirkt beliebig. Andererseits macht es gerade diese breite, schier unerschöpfliche Datenflut so anregend, in dem Buch zu schmökern und sich immer wieder von Zahlen und Fakten überraschen zu lassen. Die Lektüre ist oft auch empörend und macht wütend – lohnenswert ist sie jedoch allemal.

Beschissatlas

Ute Scheub/Yvonne Kuschel
Ludwig Verlag
München 2012
208 Seiten, 19,99 Euro

foodwatch erhält für diese Rezension kein Geld und ist am Absatz des Buches in keiner Weise beteiligt. 

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