Schluss mit Weiter So

05.06.2014

Hilal Sezgin beginnt dort, wo viele andere Bücher aufhören: in der Sackgasse. Ein Weiter So im Umgang mit Tieren ist für sie keine Option. Wir alle kennen die Bilder aus den Mastställen und Schlachthöfen, wir alle wissen um das tägliche Leid der sogenannten Nutztiere. Doch es scheint, so die Philosophin, als wüssten wir immer noch nicht recht, was wir mit dem Wissen anfangen sollen.

Nicht weniger als eine Ethik der Tiere entwirft die Autorin auf den folgenden 300 Seiten und findet dabei immer wieder verblüffend einfache Antworten auf grundlegende Fragen: Dürfen wir Tiere quälen, sie töten, dürfen wir sie überhaupt „nutzen“ und – zum Schluss – wie können wir einen Ausweg aus dieser Sackgasse finden und mit Tieren leben? Allzu komplexe, philosophische Gedankengänge braucht der Leser indes nicht zu fürchten, diese findet der Interessierte zusammengefasst am Ende des Buches.

Verzicht auf Gewalt

Der Journalistin Sezgin, die inzwischen auf einem Gnadenhof für Tiere in der Lüneburger Heide lebt, gelingt mit „Artgerecht ist nur die Freiheit“ eine packende Gesamtsicht auf die herrschenden Verhältnisse. Den erhobenen Zeigefinger benötigen ihre sanft vorgebrachten Argumente nicht. Denn letztlich bedarf es, so die Autorin, zunächst einer Rückbesinnung auf die Grundzüge der zivilisierten Gesellschaft, welche in dem Verzicht auf Gewalt ihren Anfang haben. Das foodwatch-Fazit: Unbedingt lesen!

Sezgin, Hilal: Artgerecht ist nur die Freiheit. Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen. Verlag C.H.Beck, 2014

foodwatch erhält für diese Rezension kein Geld und ist am Absatz des Buches in keiner Weise beteiligt. 

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