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Kein MSC-Siegel für Überfischung!

Beispielbild: Thunfisch-Fang mit Ringwaden. Paul Hillton

Schildkröten, Rochen und Haie landen im Netz – für Thunfischdosen mit MSC-Siegel. Unsere neue Recherche zeigt: Was als „nachhaltige Fischerei“ verkauft wird, ist industrielle Überfischung. Fordern Sie vom MSC: Kein Siegel mehr für Fischereien mit zerstörerischen Fangmethoden!

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Kein MSC-Siegel für Überfischung!

Beispielbild: Thunfisch-Fang mit Ringwaden. Paul Hillton

Schildkröten, Rochen und Haie landen im Netz – für Thunfischdosen mit MSC-Siegel. Unsere neue Recherche zeigt: Was als „nachhaltige Fischerei“ verkauft wird, ist industrielle Überfischung. Fordern Sie vom MSC: Kein Siegel mehr für Fischereien mit zerstörerischen Fangmethoden!

Sehr geehrter Herr Howes, 

das MSC-Siegel verspricht nachhaltige Fischerei, doch die Realität sieht anders aus: In den Netzen MSC-zertifizierter Fischereien landen Schildkröten, bedrohte Haie und Thunfischarten überfischter Bestände. Besonders die Verwendung von Fischsammlern verursacht massive Beifänge und trägt zur Überfischung bei. 

Ich fordere Sie auf: 

  • Entziehen Sie Fischereien mit treibenden Fischsammlern sofort das MSC-Siegel 
  • Verschärfen Sie die Kriterien, sodass nur wirklich nachhaltige Fangmethoden zertifiziert werden 

Das MSC-Siegel darf kein Deckmantel für industrielle Überfischung sein. 

Mit freundlichen Grüßen

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  • Rupert Howes, Geschäftsführer Marine Stewardship Council (MSC)

Hintergrundinformationen

Das MSC-Siegel verspricht "nachhaltige Fischerei", doch foodwatch-Recherchen zeigen: Die zertifizierten Flotten im westlichen Indischen Ozean fangen fast bis 7 Prozent überfischte Arten wie Großaugenthun mit denselben Netzen und Methoden. Der Skipjack-Thunfisch erhält das Siegel und landet in der Dose - der Rest wird ohne Label verkauft. Wir finden: Das ist keine nachhaltige Fischerei, sondern Verbrauchertäuschung. 

Fischsammler (FADs) sind Plastik-Konstruktionen, die Thunfische anlocken. Rund 54 Prozent des Skipjack-Fangs im Indischen Ozean 2022 stammten aus großen Ringwaden-Netzen, die die Boote um FADs legen und dann zusammenziehen.  

Das Problem: Sie ziehen nicht nur die Zielart an, sondern auch überfischte Thunfische und Jungfische sowie gefährdete Tiere wie Haie, Rochen und Schildkröten. 97 Prozent der unter FADs gefangenen Gelbflossenthunfische sind noch nicht geschlechtsreif. Weltweit wurden zwischen 2007 und 2021 etwa 1,41 Millionen FADs ausgesetzt, die inzwischen auf über 37 Prozent der Meeresoberfläche treiben. 

Allein die MSC-zertifizierte Echebastar-Flotte fing 2022: 70 Weißspitzen-Hochseehaie (vom Aussterben bedroht), 4.486 Seidenhaie (gefährdet), 8 Meeresschildkröten, 3 Mantarochen und 2 Walhaie. Dies sind nur die dokumentierten Fälle - die Dunkelziffer dürfte höher liegen. 

foodwatch fordert, dass der MSC keine Fischereien mehr zertifiziert, die große Mengen überfischter und gefährdeter Arten sowie Jungtiere fangen. Besonders die FAD-Fischerei im westlichen Indischen Ozean soll nicht länger als „nachhaltige Fischerei“ durchgehen. 

Viele verlassen sich beim Fischkauf auf das MSC-Label – in der Hoffnung, die Meere zu schützen. Wir sehen darin eine Täuschung. foodwatch ruft Verbraucher:innen dazu auf, das Vertrauen ins MSC-Siegel öffentlich in Frage zu stellen, die Petition zu unterschreiben. Je größer der Druck, desto schwerer kann der MSC die Kritik ignorieren – und desto eher muss die Organisation umsteuern.  

  • foodwatch-Report „Thunfisch: Täuschung in Dosen“: Gefährliche Überfischung mit MSC-Siegel, August 2025.

foodwatch hat die Aktion am 28.11.2025 gestartet. 

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